Eckhard Cordes
Der Sessel des Metro-Chefs wackelt

Die Zukunft von Metro-Chef Cordes ist ungewiss. Sowohl Vertreter der Kapitaleigner als auch der Arbeitnehmer stehen einer Verlängerung seines Vertrags kritisch gegenüber. Dieser läuft im Oktober 2012 aus.
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DüsseldorfDer Chefsessel von Metro-Chef Eckhard Cordes wackelt. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus Kreisen des Aufsichtsrates erfuhr, gilt eine Verlängerung seines Vorstandsvertrages als nicht sicher. Sowohl Vertreter der Kapitaleigner als auch der Arbeitnehmer sähen eine Verlängerung derzeit kritisch. Bei der Meinungsbildung in dem obersten Kontrollgremium des Konzerns seien Unstimmigkeiten nicht erkennbar, hieß es weiter. Der Vorstandsvertrag von Cordes endet im Oktober 2012 und kann frühestens im November dieses Jahres erneuert werden.

Zu vielen unternehmerischen Entscheidungen hätten die Arbeitnehmer eine kritische Haltung, sagte ein Verdi-Sprecher der dpa. Hierzu gehörten unter anderem das Sparprogramm Shape und der damit verbundene Stellenabbau sowie die Einführung eines neuen Buchhaltungssystems, gegen das viele Betriebsräte opponiert hätten und das ebenfalls mit einem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden sei. „Vorstandsverträge werden auf Zeit geschlossen, damit Aufsichtsräte die Möglichkeit haben, gegebenenfalls die Weichen personell neu stellen“, betonte der Sprecher.

Cordes selbst hat sich bislang zu einer Verlängerung seines Vertrages nicht geäußert. Auch der Metro-Konzern wollte zu Presseberichten etwa der „Financial Times Deutschland“ über einen möglichen Wechsel an der Konzernspitze keine Stellung nehmen und sprach von Spekulationen. Bislang ist im Aufsichtsrat offensichtlich aber noch keine Entscheidung über die Zukunft des ehemaligen Daimler-Managers gefallen.

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Der Topmanager schaffte keinen großen Umbruch

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