Ehemaliger GM-Manager
Browning wird US-Chef von VW

Jonathan Browning führt vom 1. Oktober an künftig das US-Geschäft von Volkswagen. Der frühere GM - und Ford-Manager wurde heute als US-Chef des Konzerns ernannt.
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STUTTGART. Nach vier Jahren im Marketing von Ford kam Browning im Jahr 2001 zum US-Konkurrenten General Motors. Dort war er bis 2008 Vize-Vertriebschef von General Motors in Europa. In dieser Funktion war er auch Chairman von Vauxhall in Großbritannien. Ab dem Jahr 2008 bekam er die Verantwortung für den weltweiten Vertrieb von GM.

Die Schlüsselposition im VW-Konzern war frei geworden, nachdem der bisherige US-VW-Chef Stefan Jacoby im August an die Spitze des schwedischen Autobauers Volvo gewechselt war. "Wir werden in Kürze entscheiden", hatte VW-Chef Martin Winterkorn noch vor einer Woche angekündigt. Bei der Frage, ob der Posten intern besetzt werde, hatte Winterkorn damals sibyllinisch geantwortet: "Halb, halb." Jetzt ist klar, warum: Browning ist bereits seit Juni bei VW im weltweiten Vertrieb tätig.

Winterkorn treibt damit den personellen Umbruch im Autokonzern weiter voran. In den USA geht es für die Wolfsburger um sehr viel: Winterkorn will den VW-Absatz bis 2018 verdreifachen, die Audi-Verkäufe immerhin mehr als verdoppeln. Das große Ziel, den Wettbewerber Toyota vom Thron des größten Autoherstellers der Welt zu verdrängen, hat überhaupt nur Aussicht auf Erfolg, wenn der Konzern seine gegenüber Toyota vergleichsweise schwache Position auf dem US-Markt verbessert. Deshalb spielen die USA neben dem Boommarkt China die Schlüsselrolle im Kampf der Wolfsburger um die Weltmarktführung.

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