Eigentumswohnung
Fliesen können verboten werden

Wer Fliesen oder Laminat in einer Eigentumswohnung verlegt, muss aufpassen, dass er dabei nicht Schallschutzvorschriften übertritt. Unter Umständen muss wieder Teppichboden verlegt werden, wie aus einem aktuellen Urteil hervorgeht.

Der Käufer einer Wohnung in Lübeck riss den abgenutzten Teppich heraus und verlegte Fliesen im Flur und Laminat im Wohn- und im Schlafzimmer - sehr zum Ärger des unter ihm wohnenden Miteigentümers. Durch den Austausch des Bodenbelags sei der "Trittschall" deutlich lauter geworden, reklamierte er.

Seine Klage hatte Erfolg: Der Neubesitzer müsse Laminat und Fliesen wieder durch Teppich ersetzen, entschied das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht, nachdem ein Sachverständiger einen Verstoß gegen die Schallschutzvorschriften bestätigt hatte (2 W 33/07). Führe ein Austausch des Belags zu Trittschallbelästigungen, die "über das unvermeidbare Maß hinausgehen", sei der "Störer" zum erneuten Austausch verpflichtet. Der Käufer müsse jetzt einen Veloursteppich verlegen - oder "einen Belag, welcher der Trittschalldämmung eines Velours gleichwertig ist".

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