Eine Umfrage zeigt, dass wertorientiertes Management zunehmend an Boden gewinnt
Eva regiert die Abenteurer

Die Zeiten, in denen Abenteurer in den Führungsetagen freie Hand hatten, sind vorbei. Immer mehr deutsche Unternehmen richten ihr Handeln an Kennzahlen aus, um zu ermitteln, ob das Risiko und die zu erwartende Rendite einer Entscheidung zueinander im guten Verhältnis.

„Wenn ein Vorstand durch eine waghalsige Fusion oder ein gigantisches Projekt vor allem sich selbst ein Denkmal setzen will, kann der Controller dem einen Riegel vorschieben“, meint Hans-Georg Hägele, Bereichsleiter Finanzen bei der MVV Energie AG in Mannheim.

Das Handeln des Managements und anderer Unternehmensentscheider an Kennzahlen, die sich an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts orientieren, hat in Deutschland Konjunktur. Das ist das Ergebnis der Studie „Corporate Governance und Value Based Management“ der Unternehmensberatung Bearing Point in Frankfurt und Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Köln, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Das Ergebnis der Interviews mit Entscheidern aus 45 Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, die in Dax, MDax- und TechDax gelistet sind, ist ermutigend: Das Thema Value Based Management (VBM) hat gerade im letzten Jahr enorm an Bedeutung gewonnen, erklärt Studienautor Carsten Homburg, Professor an der Universität Köln. Rund 75 Prozent der befragten Entscheider gaben an, mindestens eine wertorientierte Spitzenkennzahl zu berechnen, anhand derer Sinn und Unsinn – sprich die Rentabilität – von Investitionsentscheidungen und Strategien bewertet wird.

VBM soll verhindern, dass Unternehmen in der Hoffnung auf kurzfristige Gewinne langfristig Wert vernichten. Ein Wertemanagementkonzept berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren: Kapitalmenge, mögliche Anlagealternativen, Inflationsraten; aber auch die Risikofaktoren bilden die Controller mathematisch ab.

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