Einer der angesehensten Manager
Porträt: Heinrich von Pierer

In seiner zwölfjährigen Amtszeit hat Siemens-Chef Heinrich von Pierer den Konzern fit für die Globalisierung gemacht.

HB MÜNCHEN. Siemens-Chef Heinrich von Pierer ist einer der angesehensten Manager in Deutschland. Der langjährige CSU-Stadtrat in Erlangen galt sogar eine Zeit lang als möglicher Unions-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Allerdings sagt es einiges über Pierers diplomatisches und kommunikatives Geschick, dass er sich auch gut versteht mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), mit dem sich der engagierte Sportler Pierer auch so manches Tennis-Match lieferte. In seiner zwölfjährigen Amtszeit hat Pierer den Siemens-Konzern fit gemacht für die Globalisierung.

Der studierte Rechtswissenschaftler und Volkswirt ist bereits seit 1969 für Siemens tätig. Er führte unter anderem den Energieerzeugungsbereich KWU. Als er 1992 den Vorstandsvorsitz übernahm, kam damit erstmals seit langem ein Nicht-Techniker an die Spitze des Elektro-Konzerns. Anfangs galt Pierer als nicht unumstritten. Mit dem berühmten Zehn-Punkte-Programm, das auch die Abspaltung der Halbleiter-Sparte einleitete, schaffte Pierer die Wende für das Unternehmen. Auch in der Hightech-Krise machte Siemens im Gegensatz zu vielen Konkurrenten noch Gewinne.

Auch von den Mitarbeitern wird Pierer geschätzt. Allerdings hatte er zuletzt mit der Einigung auf die 40-Stunden-Woche für mehr als 4000 Siemens-Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen die Debatte um hohe Lohnkosten in Deutschland angeheizt. Ihm sei wichtig gewesen, die Arbeitsplätze zu retten, das sei gelungen, erklärte Pierer bei der Bekanntgabe der Einigung.

Mit seinem Rückzug vom Vorstandsvorsitz nutzt Pierer die Gelegenheit, Anfang 2005 den Chefsessel im Aufsichtsrat zu übernehmen. Im Unternehmen wird davon ausgegangen, dass er als Aufsichtsrats-Chef durchaus eine aktive Rolle spielen wird.

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