Einigung mit SEC
Ex-Vivendi-Chef Messier verzichtet auf Millionen

Jean-Marie Messier, früherer Chef des französischen Medien- und Versorgungskonzerns Vivendi Universal, verzichtet auf 25 Millionen Dollar Abfindung.

HB PARIS. Das teilte Vivendi am Mittwoch in Paris mit. Messier hatte das jetzt von Jean-René Fourtou geleitete Unternehmen tief in die Krise geführt, die Abfindung von rund 20,5 Millionen Euro nach seinem Ausstieg Mitte 2002 aber dennoch einklagen wollen.

Vivendi Universal einigt sich mit US-Börsenaufsicht SEC

Nach einer zwischen Vivendi, Messier und der New Yorker Börsenaufsicht SEC getroffenen Vereinbarung muss der hochverschuldete Konzern aber 50 Millionen Dollar an geschädigte US-Aktionäre zahlen. Im Zuge der Ermittlungen der Behörde gegen das Unternehmen habe man sich auf einen Vergleich geeinigt. Vivendi zahlt den eigenen Angaben von Dienstagnacht zufolge 50 Millionen Dollar als Zivilstrafe in einen Fond, ohne ein Schuldeingeständnis zu machen. Zudem habe Vivendi zugesagt, künftig nicht gegen das US-Börsenrecht zu verstoßen. Im Gegenzug stellt die SEC ihre Untersuchung ein und fordert keine Revision von Geschäftsberichten der Vivendi Universal.

Damit ist das Mitte 2002 begonnene Verfahren über nicht den US-Vorschriften genügende Bilanzierung abgeschlossen, infolgedessen sich auch die ehemaligen Vorstände Jean-Marie Messier (CEO) und Guillaume Hannezo (CFO) zur Zahlung einer Zivilstrafe bereit erklärt hatten. Die Mittel des Fonds sollen an bestimmte Anteilseigner von Vivendi nach einem Schlüssel, den die SEC erstellt, ausgeschüttet werden, hieß es weiter.

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