Einstweilige Verfügung gegen Deutsche Telekom
Jauch-Spots werden abgesetzt

Nachdem es schon rechtlichen Ärger um die Krombracher Regenwald-Kampagne gab, bei der der beliebte Fernsehmoderator Günther Jauch im Mittelpunkt stand, sind jetzt auch seine Spots für die Telekom einem Wettbewerber sauer aufgestoßen.

Wie der Spiegel berichtet, hat Tele2 gegen die Spots für den T-Net XXL-Tarif der Deutschen Telekom eine Einstweilige Verfügung erwirkt, da man in den Spots eine Irreführung der Verbraucher und damit einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht sehe. Denn in den Spots werbe Jauch dafür, dass Nutzer am Wochenende und an bundeseinheitlichen Feiertagen für 0 Cent telefonieren könnten.

Das Angebot sei aber an eine deutlich höhere Grundgebühr gekoppelt, Telefonate ins Mobilfunknetz würden weiter voll in Rechnung gestellt. Dies werde allerdings verschwiegen. Das Hamburger Landgericht hatte die Verfügung auf Antrag von Tele 2 erlassen. Bei Missachtung könnte ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro fällig werden.

Der ganze Vorgang könnte auch auf Jauch negativ zurückschlagen, denn Vorwürfe richtete Marketing-Direktor Rafael Ros Montero gegen den bisher äußerst glaubwürdigen Moderator: der Journalist Jauch habe sich vorab nicht ausführlich genug über dieses sehr komplizierte Telekom-Angebot informiert und würde so falsche Informationen an die Verbraucher weitergeben.

Bereits die Regenwald-Kampagne war in Teilen rechtlich anfechtbar gewesen, denn im Juli 2003 forderte Günther Jauch Verbraucher zum Kauf von Krombacher-Bier auf. Mit dem Kauf eines Kastens sollte jeweils 1m² Regenwald gerettet werden. Das Landgericht Siegen hielt diese Kampagne allerdings unter dem Gesichtspunkt der unzulässigen gefühlsbetonten Werbung für unzulässig, da dem Verbraucher nicht suggeriert werden dürfe, er würde sich mit dem Kauf der Ware für den Regenwald und bei Nichtkauf dagegen entscheiden.

In einer weiteren veröffentlichten Entscheidung hatte das Landgericht Siegen zudem ausgeführt, dass bei einer Kopplung zwischen dem Warenkauf und einer Sponsoringleistung des Verkäufers die Sponsoringleistung exakt und genau bezeichnet werden muss. Das Transparenzgebot würde es erfordern, dass zum einen genau angegeben wird, welcher Betrag vom Entgelt für die gekoppelte Ware für den guten Zweck abgeführt wird, und zudem, in welcher Weise dieser Betrag für diesen Zweck verwendet wird.

www.telekom.de

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%