Einvernehmliche Regelungen unter Firmen nehmen zu – Kanzleien bauen eigene Abteilungen auf
Schiedsgerichtsverfahren dient Junganwälten als Karriereleiter

Schiedsgerichtsverfahren werden für junge Anwälte in Großkanzleien attraktiver. "Das Interesse an der Schiedsgerichtsbarkeit wächst deutlich", sagt Daniel Busse, Partner bei Lovells und Mitbegründer des Hamburg Arbitration Circle.

DÜSSELDORF. "Immer mehr hochqualifizierte Bewerber interessieren sich gezielt für diesen Bereich", bestätigt auch Günter Pickrahn, Leiter der Prozessabteilung bei Baker & McKenzie. "Das ist ein klarer Trend beim Recruiting. Vor drei, vier Jahren wäre das noch undenkbar gewesen."

Damals galten Börsengänge und Mergers&Acquisitions als sicheres Karrieresprungbrett für Nachwuchsjuristen. Doch in dem Maße, in dem diese Abteilung schrumpften, erlebten die Dispute Resolution Departments - so eine gängige Bezeichnung für die Prozessführungsabteilungen der Großkanzleien - ihren Aufschwung. Noch heute sind Schiedsrechtler in deutschen Law Firms mit Post-M&A-Streitigkeiten beschäftigt, also Unstimmigkeiten, die sich im Anschluss an die damalige Fusions- und Unternehmenskaufwelle ergeben.

Auch nach Erledigung dieser Altlasten wird der Arbeitsanfall kaum abnehmen. "Arbitration wird vor allem im internationalen Bereich als Alternative und als Planungsmittel bei Vertragsgestaltungen immer wichtiger", sagt Alexander Reus, Anwalt und Gründer der Global Expansion Group in Miami, Florida. "Deutsche Unternehmen und Anwälte hinken in ihrer Bereitschaft für solche Verfahren den Ausländern und insbesondere den Amerikanern hinterher, da gibt es noch viel zu tun." Auch Jens Bredow, Generalsekretär der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) ist zuversichtlich: "Schiedsgerichtsverfahren haben eine große Zukunft. Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile."

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