Ekkehard Schulz soll bis 2007 an der Spitze des Stahl- und Industriekonzerns Thyssen-Krupp stehen
Alle lieben Ekki

Es gibt nur wenige Top-Manager in Deutschland, die im eigenen Unternehmen so unumstritten sind wie Ekkehard Schulz, der Chef des Stahl- und Industriegüterkonzerns Thyssen-Krupp. Der 62-jährige Eisenhüttenmann, liebevoll kurz „Ekki“ genannt, genießt allseits Vertrauen.

DÜSSELDORF. Dass es Schulz ähnlich ergehen könnte wie beispielsweise dem ehemaligen Infineon-Chef Ulrich Schumacher, der sich nacheinander mit dem Betriebsrat, seinen Vorstandskollegen und den Aktionären überwarf und schließlich aus dem Amt gejagt wurde, erscheint bei einem Konsensstifter wie Schulz so gut wie ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat – also die Vertreter der Kapitalseite und die Arbeitnehmerbank – steht geschlossen hinter ihm.

„Ich hatte den klaren Auftrag der Arbeitnehmervertreter, dass wir eine Verlängerung ausdrücklich begrüßen“, sagte Konzernbetriebsratschef und Aufsichtsrat Thomas Schlenz. Wenige Stunden zuvor hatte das Kontrollgremium Schulz’ Vertrag als Vorstandschef vorzeitig um zwei Jahre bis Januar 2007 verlängert. Auch auf der Kapitalseite habe es, so Schlenz, „zu keiner Sekunde“ Zweifel an der Entscheidung gegeben.

Analysten und Investoren bescheinigen Schulz ebenfalls, einen guten Job gemacht zu haben. Der Kapitän, so heißt es in Finanzkreisen, habe „den trägen Tanker erfolgreich durch die Konjunkturkrise gesteuert“: Der Konzern ist wieder handlungsfähig, die Verschuldung wurde drastisch reduziert, die Selbstblockade in den ersten Jahren nach der Fusion mit Krupp überwunden. Einerseits.

Andererseits liegt Schulz hinter dem eigenen Zeitplan weit zurück. „Im Geschäftsjahr 2003/2004 werden wir ein Ergebnis vor Steuern von 1,5 Milliarden Euro erreichen“, hatte er angekündigt, als er 2001 alleiniger Vorstandsvorsitzender wurde. Tatsächlich aber wird Thyssen-Krupp in diesem Jahr bestenfalls etwas mehr als eine Milliarde Euro verdienen.

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