Elektronik
Jürgen Gießmann verlässt Jenoptik-Vorstand

Die geplante Aufspaltung des Jenoptik-Konzerns hat personelle Konsequenzen: Jürgen Gießmann, Vorstandschef der zum Verkauf stehenden Tochter M+W Zander Holding AG (Stuttgart), scheidet nach mehr als neun Jahren aus dem Vorstand des Jenaer Technologiekonzerns aus.

dpa JENA/STUTTGART. Die geplante Aufspaltung des Jenoptik-Konzerns hat personelle Konsequenzen: Jürgen Gießmann, Vorstandschef der zum Verkauf stehenden Tochter M+W Zander Holding AG (Stuttgart), scheidet nach mehr als neun Jahren aus dem Vorstand des Jenaer Technologiekonzerns aus.

Gießmann habe sein Amt als Vorstandsmitglied zum 1. Dezember auf eigenen Wunsch niedergelegt, „um mögliche Konfliktsituationen zu vermeiden“, teilte Jenoptik mit. Er wolle sich auf seine Aufgaben bei M+W Zander mit einem für 2005 prognostizierten Jahresumsatz von 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro konzentrieren.

Eine Jenoptik-Sprecherin wollte in der Personalentscheidung kein Indiz für einen möglicherweise bevorstehenden Verkauf von M+W Zander sehen. Sie verwies darauf, dass die Jenoptik-Hauptversammlung eine Zwei-Jahres-Frist für den Konzernumbau bis 2007 gesetzt hat. In der Stuttgarter Holding ist mit dem Bau von Elektronik-Fabriken sowie Gebäudedienstleistungen der größte Jenoptik-Geschäftsbereich mit rund 7 200 Beschäftigten zusammengefasst. Die Aktionäre hatten im Juni grünes Licht dafür gegeben, M+W Zander möglichst komplett, notfalls auch in Teilbereichen zu verkaufen. Jenoptik will sich künftig auf das deutlich kleinere, aber profitablere Geschäft mit Lasern, Optik und Sensoren beschränken. In diesem Jahr soll der Geschäftsbereich Optoelektronik mit rund 2 600 Beschäftigten bis zu 400 Mill. Euro umsetzen.

Der 59-jährige Gießmann war seit 2003 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG und neben dem Geschäftsbereich Anlagenbau/Reinraumtechnik auch für Personal zuständig. Mit dem Ausscheiden des Betriebswirts besteht der Vorstand nur noch aus Jenoptik-Chef Alexander von Witzleben und Norbert Thiel. Unter Vorsitz von Lothar Späth will der Aufsichtsrat Mitte Dezember nach Unternehmensangaben entscheiden, ob die Zahl der Vorstandsmitglieder wieder aufgestockt wird.

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