Elektronische Messgeräte
Mechanische Maßarbeit

Messgeräte zählen heute oft digital statt per Feder. Doch die elektronische Messung setzt sich längst nicht in allen Bereichen durch: Einige Mess- und Zählgeräte haben sich als wahre Bastionen der technischen Feder erwiesen, und sie halten sich beständig.

KÖLN. Eine Stoppuhr war früher ein teures Spezialgerät. Voll mit kostspieliger, präziser Feinmechanik. Heute, im Zeitalter von Elektronik und Computertechnik, sind einfache digitale Stoppuhren Wegwerfartikel. Mechanische Konstruktionen sind auch bei vielen Messgeräten ins Hintertreffen geraten, in denen zu früheren Zeiten regelmäßig Federn eine wichtige Aufgabe erfüllten. So wären etwa Waagen oder Tachometer in der Vergangenheit ohne den Einsatz technischer Federn nicht vorstellbar gewesen.

Heute dagegen wird die Feder zunehmend von digitaler Technik verdrängt. Doch die elektronische Messung setzt sich längst nicht in allen Bereichen durch: Einige Mess- und Zählgeräte haben sich als wahre Bastionen der technischen Feder erwiesen, und sie halten sich beständig. Die Technik ist mittlerweile ausgereift, die präzise Feinwerkmechanik in mancher Hinsicht der digitalen Konkurrenz überlegen.

"Elektronische Lösungen nicht immer die erste Wahl, wenn es darum geht, automatisch zu zählen", sagt Heinrich Greiner, Marketingleiter beim Messgerätehersteller IVO. Das Unternehmen aus Villingen-Schwenningen bietet eine breit gefächerte Palette von Produkten, die ohne Spannungsversorgung auskommen und auch anspruchsvolle Anwendungen abdecken. Die Geräte messen Längen und Umdrehungen ebenso wie Stück- oder Hubzahlen.

Wahlweise arbeiten sie vorwärts oder rückwärts - ausgelegt als so genanter "Vorwahlzähler" lassen sie sich als Endschalter benutzen, etwa um eine Maschine nach einer vorher definierten Zeit auszuschalten, um eine neue Aktion zu starten oder ein Zählgerät zurück auf Null zu stellen. "In jedem mechanischen Zähler kommt mindestens eine Feder zum Einsatz", erklärt Greiner.

Längenmessgeräte vermessen Textilien und Folien, Metallbänder oder Elektrokabel. Die Länge wird dabei mit Hilfe eines Messrads auf den Zähler übertragen. In der Vermessungstechnik sind bei Streckenmessungen Mess- und Laufräder mit mechanischen Zählern kombiniert. Auch bei Verkehrszählungen stehen die Streckenposten mit Feinmechanik an der Straße: "Einfache Handzähler sind bislang praktisch ohne elektronische Alternative", sagt Greiner.

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