Ende des bisherigen Mutter-Tochter-Modells
Lüthje verlässt WestLB-Aufsichtsrat

Der Aufsichtsratschef der WestLB AG und Vorstandschef der NRW.Bank, Bernd Lüthje, wird sein Aufsichtsrats-Mandat bei der WestLB nach der Hauptversammlung der Bank am 29. Juni niederlegen.

HB DÜSSELDORF. Grund sei das beschlossene Ende des Mutter-Tochter-Modells zwischen der NRW.Bank und der WestLB AG, teilte die NRW.Bank am Mittwoch mit. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die personelle Verflechtung zwischen den beiden Häusern aufzulösen“, sagte Lüthje. Ein Sprecher der NRW.Bank fügte hinzu, dass künftig kein Vertreter der NRW-Förderbank mehr ein AR-Mandat bei der WestLB innehalten werde. „Wir werden generell nicht mehr im Aufsichtsrat vertreten sein.“

Die NRW.Bank hält derzeit noch 100 Prozent der WestLB und gehört zur Zeit noch zu 43,2 Prozent dem Land Nordrhein-Westfalen, zu jeweils 16,7 Prozent den beiden Sparkassenverbänden und zu je 11,7 Prozent den beiden Landschaftsverbänden des Landes. Im Zuge einer nach langen Querelen vereinbarten Kapitalerhöhung der WestLB um insgesamt 1,5 Milliarden Euro, die allein von den beiden Sparkassenverbänden getragen wird, hatten die Eigentümer das Ende des bisherigen Mutter-Tochter-Modells beschlossen. Die beiden Sparkassenverbände werden zum 30. Juni aus dem Eigentümerkreis der NRW.Bank ausscheiden und sich mit jeweils 30,6 Prozent direkt an der WestLB beteiligen.

Bei der Hauptversammlung der WestLB am Dienstag könnte es zu einer Kampfabstimmung um seine Nachfolge kommen. Denn nicht nur der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Köln, Gustav-Adolf Schröder, wird am kommenden Dienstag für den frei werdenden Aufsichtsratsvorsitz der WestLB kandidieren.Der Informationsdienst “Czerwensky intern“ hatte gemeldet, dass auch der Präsident des Westfälisch-Lippischen Sparkassen und Giroverbandes, Rolf Gerlach, Interesse an dem Posten signalisiert habe.

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