Enger Vertrauter von Vorstandschef Schrempp
Eckhard Cordes – der kühle Konzernstratege

Mit Eckhard Cordes rückt ein enger Vertrauter von Daimler-Chrysler-Konzernchef Jürgen Schrempp an die Spitze der wichtigsten Sparte Mercedes Car Group. Ihm gelang es in den vergangenen Jahren, die defizitäre Nutzfahrzeugsparte wieder zu den Ertragsbringern des Unternehmens zu machen.

HB STUTTGART. Cordes hat Schrempps Strategie in den vergangenen turbulenten Jahren stets mitgetragen. Als Konzernstratege handelte er an vorderster Stelle die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler mit aus. Cordes soll zu den wenigen Vorstandsmitgliedern gehört haben, die Schrempps Kurs in der Mitsubishi-Krise gestützt haben.

Der am 25. November 1950 in Neumünster geborene promovierte Diplom-Kaufmann ist wie so viele Top-Manager des Autobauers ein reines „Daimler-Gewächs“. 1976 trat er in das Stuttgarter Unternehmen ein. Sein Karriereweg führte ihn vor allem in Bereiche wie Strategieplanung, Controlling und Konzernentwicklung. 1997 rückte Cordes in den Vorstand der damaligen Daimler-Benz AG ein. Im Jahr 2000 musste er nach dem Weggang von Dieter Zetsche zu Chrysler die Nutzfahrzeugsparte neu ordnen, die vor allem in den USA unter konjunkturellen, aber auch hausgemachten Problemen litt.

Der kühle Stratege Cordes sah sich jetzt mit handfesten Problemen in der Produktion und mit Beschäftigungsfragen konfrontiert. Er machte sogar seinen Lkw-Führerschein, um ein Gespür für die Lastwagen-Branche zu bekommen. Innerhalb von drei Jahren gelang es ihm, die Sparte ohne Entlassungen zumindest in Deutschland zu sanieren. Das wird bei der Mercedes Car Group, dem größten Gewinnbringer im Konzern, nicht nötig sein. Denn sein Vorgänger Jürgen Hubbert hat nicht nur eine große Modelloffensive auf den Weg gebracht, sondern auch die schwierigen Verhandlungen über das Kostensenkungsprogramm erfolgreich beendet.

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