Entschädigungs- oder Bonuszahlung sei nie verhandelt worden Gent: Esser wollte Position bei Vodafone

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Gent fügte jedoch hinzu, dass Esser sich während der gesamten Übernahmeschlacht sehr professionell verhalten habe, obwohl er unter einem großen Druck gestanden habe. Die strafrechtlichen Vorwürfe gegen Esser bezeichnete Gent erneut als nicht gerechtfertigt.

Esser habe zudem bei einem Treffen am 30. Januar 2000 angedeutet, das Mannesmann-Management sei bereit, ein Geschäft mit Vodafone abzuschließen, ergänzte Gent. Für ihn sei das aber nicht akzeptabel gewesen. Der britische Telekomriese Vodafone hatte den traditionsreichen Mannesmann-Konzern Anfang 2000 nach einem monatelangen Übernahmekampf übernommen.

Das Landgericht Düsseldorf verhandelt seit Januar gegen insgesamt sechs Mannesmann-Manager wegen des Vorwurfs der schweren Untreue oder Beihilfe dazu. Angeklagt ist unter anderem der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, der damals im Aufsichtsrat saß. Zudem müssen sich weitere Mitglieder des Kontrollgremiums und Ex-Chef Esser vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft sieht die gezahlten Abfindungen und Boni im Gesamtvolumen von rund 60 Mill. Euro als ungerechtfertigt und überzogen an. Esser allein hatte ein Paket von rund 30 Mill. Euro kassiert.

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