Erderwärmung
„Die Temperatur steigt nur um ein Grad“

Der frühere Chef des Windlagenbauers Repower relativiert die Erderwärmung. Im Interview spricht Fritz Vahrenholt über die Interessen der Versicherungen am Klimawandel und das Problem der Wissenschaft, andere Meinungen zu erforschen.
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Handelsblatt: Herr Vahrenholt, Sie behaupten in Ihrem Buch „Die kalte Sonne“, dass „die Klimakatastrophe nicht stattfindet“. Warum?
Fritz Vahrenholt: Wir haben seit 1850 eine Erwärmung der Erdatmosphäre von 0,8 Grad Celsius gesehen, das bestreitet niemand. Aber solche Erwärmungen hat es in der Historie immer wieder gegeben, immer dann, wenn die Sonne besonders aktiv war.

Und das ist derzeit der Fall?
Im 20. Jahrhundert gab es eine hohe Sonnenaktivität. Seit rund 15 Jahren lässt diese Sonnenaktivität aber nach. Gleichzeitig stellen wir fest, dass es in den vergangenen zwölf Jahren keine weitere Erwärmung auf der Erde gegeben hat.

Sind also doch nicht die Treibhausgase an der Erderwärmung schuld?
Kohlendioxid ist unbestreitbar ein Treibhausgas, aber es ist in seiner Klimawirksamkeit überbetont worden. Nur maximal die Hälfte der bisherigen Erderwärmung lässt sich mit Treibhausgasen erklären, mindestens 50 Prozent sind durch natürliche Faktoren zu erklären, also durch die Sonnenaktivität oder das Strömungsverhalten der Meere.

Wird die Temperatur auf der Erde trotzdem weiter steigen?
Der Anstieg in diesem Jahrhundert wird nicht stärker als ein Grad ausfallen. Der Wert ist also weit entfernt von den vier oder fünf Grad, die oft genannt werden.

Aber die Zahl der Naturkatastrophen nimmt zu. Die USA leiden unter einer Rekorddürre.
Wir befinden uns in einem El-Nino-Jahr. Alle paar Jahre tritt dieses Wetterphänomen auf, das eine enorme Hitzewelle in den USA erzeugt. Auch wenn oft behauptet wird, Hurrikans und Stürme nähmen zu - es stimmt nicht. Wir hatten einen Anstieg bei den Hurrikans, aber seit Ende der 1990er-Jahre sind sie zurückgegangen. Auch das hängt mit der atlantischen Strömung zusammen.

Wenn alles nicht so schlimm ist, warum warnt die Munich Re vor Katastrophen?
Die Munich Re und die Versicherungswirtschaft haben ja ein Interesse, dass über katastrophale Entwicklungen diskutiert wird. Mehr Furcht vor Wetterkatastrophen führt dazu, dass Versicherungsvertreter mehr Policen absetzen können. Auch die aus den Fugen geratene Energiepolitik kann leichter durchgesetzt werden, wenn Angst erzeugt wird.

Aber die meisten Wissenschaftler warnen ebenfalls vor dem Klimawandel.
Es gibt auch Tausende Wissenschaftler, die anderer Auffassung sind. Aber wenn Sie einen Forschungsantrag stellen, müssen Sie das wissenschaftspolitische Umfeld berücksichtigen. Stellen Sie mal einen Antrag, dass Sie die natürlichen Zyklen untersuchen wollen, da kriegen Sie keine Forschungsmittel.

Brauchen wir also keine Energiewende?
Es ist sinnvoll, Energie einzusparen und stärker die erneuerbaren Energien zu nutzen. Aber wir müssen uns beim Umbau mehr Zeit nehmen. Der Klimaschutz muss wieder gleichrangig mit anderen wichtigen Faktoren wie dem Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland behandelt werden.

Kommentare zu " Erderwärmung: „Die Temperatur steigt nur um ein Grad“"

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  • 97% des CO2's global sind natürlichen Ursprungs. 3% anthropogen.
    Der anthropogene Anteil Deutschlands liegt bei 0,00004.. %.
    Die Konzentration des CO2 ist in den letzten Jahren stark gestiegen, die Temperatur minimal (0,..). Daraus resultiert, dass die propagierte Prognose das CO2 zu reduzieren auch die Temperatur sinken wird, falsch ist.
    Das CO2 spielt als Treibhausgas eine sehr untergeordnete Rolle.
    Deutschland ist das einzige Land, das diesen Irrweg der "Wende" eingeschlagen hat.

  • Und die zweite Frage: Was ist das für eine komische erste Frage? ääh?

  • Die erste Frage nach diesem sehr guten und logisch klingendem Interview: Für wen arbeitet der Herr jetzt??
    ah...ok..

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