Erfahrungen mit Six Sigma: Dan Kerpelman ist neuer SGS-Konzernchef

Erfahrungen mit Six Sigma
Dan Kerpelman ist neuer SGS-Konzernchef

Ende gut, alles gut? Zumindest die Suche nach einem neuen Konzernchef hat bei dem Schweizer Warenprüfkonzern SGS länger als geplant gedauert. Am Donnerstag wurde Dan Kerpelmann als neuer Konzernchef vorgestellt.

HB ZÜRICH. Kerpelman werde sein Amt Mitte April antreten, teilte der Genfer Konzern am Donnerstag mit. Kerpelman habe zuvor einen Bereich bei Kodak geleitet. Analysten begrüssten die überfällige Berufung zwar, jedoch sei noch abzuwarten, welchen Kurs Kerpelman fahre. Die Aktie stieg um rund ein Prozent.

SGS hatte die Märkte bei der Suche nach einem Nachfolger für den im September nach nur wenigen Monaten aus gesundheitlichen Gründen abgetretenen Werner Pluss einige Male vertröstet. Ursprünglich wollte der Konzern bis Ende 2004 mit einem neuen Chef aufwarten. Als bei der Vorlage des Jahresabschlusses im Januar noch immer kein CEO in Sicht war, sank die Aktie und zog erst wieder mit der Mitteilung an, dass das Auswahlverfahren abgeschlossen sei.

Kerpelman tritt in die Fussstapfen von Sergio Marchionne. Der als Sanierer bekannte und im Sommer als Konzernchef zu Fiat gewechselte Italo-Kanadier Marchionne hatte bei SGS die Profitabilität durch eine Umstrukturierung stark gesteigert. Marchionne hatte auch Übernahmen in Aussicht gestellt.

Vor dem Wechsel zu Kodak im Jahr 2002 hat Kerpelman, der über die italienische und amerikanische Staatsbürgerschaft verfügt, 17 Jahre in verschiedenen Positionen und Ländern bei General Electric gearbeitet, so SGS. „Kerpelman bringt zwar keine direkte Erfahrung im Business von SGS mit. Er hat jedoch einen breiten internationalen Erfahrungsschatz“, so ZKB-Analyst Sven Bucher. Er habe bei General Electric unter anderem mit den gleichen Management-Methoden (Six Sigma) gearbeitet, die derzeit auch bei SGS zur Verbesserung der Leistung zum Einsatz kommen.

Mit dem neuen CEO dürfte auch das Thema Akquisitionen wieder auf der Tagesordnung zurückkehren. Analysten erhoffen sich hierzu nun von Kerpelman Hinweise. „Welche Akquisitionspolitik der neue CEO verfolgt, bleibt abzuwarten“, so Vontobel-Experte Oliver Maslowski. ZKB-Analyst Sven Bucher merkt an, dass die Ernennung „gewisse Spekulationen bezüglich eines kurz bevorstehenden Mergers mit dem Konkurrenten Bureau Veritas etwas dämpfen“ dürfte. Obwohl Kerpelman nicht bekannt sei, so Bucher weiter, bringe er sicherlich einige gute Voraussetzungen mit. „Aufgrund der Führungsstruktur und der unterschiedlichen Geschäftsbereiche erachten wir SGS jedoch als relativ komplex zu führen“, so Bucher weiter.

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