Erfinder der Millionärsmesse: Yves Gijrath
Luxusyachten, Platinflügel und Privatinseln

Der Niederländer Yves Maxime Antoine Gijrath gibt den Reichen, was sie brauchen. Ob Lifestyle-Magazine aus seinem erfolgreichen Zeitschriftenverlag oder die neuesten Produkte auf der von ihm erfundenen Millionärsmesse. Doch wie er das alles geschafft hat, scheint er selbst nicht so recht zu wissen.

BRÜSSEL. Yves Maxime Antoine Gijrath ist kein Freund von philosophischen Erklärungen. Eltern, die an ihren Sohn glauben, und eine Portion Selbstvertrauen – das sind für den Niederländer die Schlüssel zum Erfolg. Sonst nichts. Und Erfolg hat der Mann mit der Strubbelfrisur, der in knapp zehn Tagen 40 Jahre alt wird.

Er hat in den vergangenen Jahren einen erfolgreichen Zeitschriftenverlag aufgebaut. Seit 1999 ist er Eigentümer von GMG. Er gibt Titel heraus wie „The Dutch Fashion Magazin“ und neuerdings auch „JFK“, ein Lifestyle-Magazin für Männer. „Das ist nichts für Schickimickis, sondern eher etwas für wilde Männer – so wie ich einer bin.“

Gijrath gibt den Reichen, was sie brauchen, und hat Spaß dabei. Er zeigt ihnen, was in ist und wo sie die neuesten Produkte bekommen.

Das gilt auch für die Millionärsmesse, die er vor vier Jahren erfunden hat und die vom 7. bis 11. Dezember wieder in Amsterdam stattfindet. Dort können die Superreichen einkaufen, was ihnen zu ihrem Glück noch fehlt: schnelle Autos, Edelmöbel oder eine Privatinsel. Kürzlich war Gijrath mit einem Ableger der Messe in Moskau und erregte dort mit einer Luxusyacht inklusive Mini-U-Boot für 16 Millionen Euro und einem Konzertflügel aus Platin für Aufsehen. „Natürlich gibt es dort Armut. Aber ich bin nicht Präsident. Ich kann das nicht verändern. Alles, was ich tun kann, ist, dort ein paar Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt er. Taxifahrer, Frisöre und Caterer – alle profitierten von den Millionärsmessen.

Er ist es leid, sich ständig verteidigen zu müssen gegen die Kritiker der Luxusveranstaltungen. Er redet deshalb nicht gerne über seine Spenden und karikativen Projekte. „Ich mache sie einfach. Das reicht.“ Für Kinder in Afrika engagiere er sich und im Kampf gegen Kinderkrankheiten. In seinen Büroräumen in einem bürgerlichen Stadtteil von Amsterdam beschäftigt Gijrath oder besser Yves – wie ihn hier alle nennen – schon 50 Angestellte.

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