Erhebliche Schwierigkeiten möglich
Wenn Manager die eigene Firma kaufen

Buy-Outs, also Unternehmenskäufe unter Beteiligung von Finanzinvestoren, gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Wurden 1991 nur rund 70 Millionen Euro im Buy-Out Sektor investiert, so waren es im Jahr 2001 bereits rund 1,16 Milliarden Euro.

HB MÜNCHEN. Selbst im Jahr 2000, in dem sich die Private Equity-Branche erheblich konsolidierte, beliefen sich die Investitionen noch auf über 1 Milliarde Euro. Problematisch werden solche Unternehmenskäufe jedoch immer dann, wenn sie vom eigenen Management betrieben werden - wer hier nicht aufpasst, kann in erhebliche rechtliche Schwierigkeiten geraten.

Management Buy-Out (MBO), so heißt das Stichwort, bei dem die bisherigen Manager meist mit Unterstützung von Finanzinvestoren Anteile an dem von ihnen geführten Unternehmen erwerben. Das Management gerät dabei häufig in einen Interessenkonflikt. Einerseits gehört es noch zur Verkäuferseite, der es als Geschäftsführer, Vorstandsmitglied oder leitender Angestellter verpflichtet ist. Andererseits sind die Manager als Käufer an einem möglichst niedrigen Preis interessiert.

Die Situation des Managements wird dadurch erschwert, dass es für beide Seiten oft der einzige Ansprechpartner ist, wenn es um die Kenntnis von Einzelheiten über das zu verkaufende Unternehmen geht. Die hierdurch entstehenden Rechtsprobleme sind so alt wie der MBO und vielfach diskutiert. Rechtlich befriedigende Lösungen gibt es bisher nicht. Dem Management kann nur geraten werden, durch vorausschauendes Verhalten Interessenskonflikte weitestgehend zu vermeiden.

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