Ermittlungen aufgenommen
Anlagefirma LAM unter Verdacht auf Millionen-Betrug

Gegen das Kölner Wertpapierunternehmen LAM AG wird wegen des Verdachts ermittelt, Anleger um Millionensummen betrogen zu haben.

HB KÖLN. Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag einen Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers", dem zufolge die Gelder von zahlreichen Kunden nicht vollständig angelegt worden sein sollen. Der für 2005 versprochene Börsengang sei ausgeblieben. Im Rahmen der seit einiger Zeit laufenden Ermittlungen gegen LAM wurden neben dem Firmengebäude in Köln auch Objekte in Düsseldorf, Duisburg und in den Niederlanden durchsucht, sagte Behördensprecher Günter Feld.

Die 2001 gegründete LAM Immobilien- und Beteiligungs AG kündigte eine Stellungnahme in der kommenden Woche an. Man wolle sich zunächst mit Anwälten beraten. Dem Zeitungsbericht zufolge wird nach dem LAM- Vorstand Rob Baan bereits mit internationalem Haftbefehl gesucht. Feld sagte, dazu könne die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.

Das Kölner Unternehmen hatte schnelle Geldgewinne versprochen. Das Geld der Anleger werde in Zukunftsbranchen investiert sowie in Immobiliengeschäfte gesteckt und sich deutlich vermehren. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" nennt unter Berufung auf Insider einen möglichen Schaden in Höhe von zehn Mill. Euro.

Feld bestätigte, die Justizbehörden hätten vorsorglich versucht, Firmengelder der LAM AG in Millionenhöhe zu beschlagnahmen. Es seien aber auf den Konten lediglich rund 500 000 Euro gefunden worden.

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