Ermittlungen sollen weitergeführt werden
Rumänischer Ölmagnat wieder freigelassen

Ölmagnat Patriciu aus Rumänien ist nach nur einem Tag Haft wieder freigelassen worden. Die Ermittlungen könnten auch ohne Untersuchungshaft fortgesetzt werden, hieß es. Ihm werden verschiedene Delikte vorgeworfen.

HB BERLIN. Der in Rumänien wegen des Verdachts auf Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Betrug festgenommene Ölmagnat Dinu Patriciu ist am Samstag nach 24 Stunden Haft freigelassen worden. Ein Richter lehnte den Erlass eines Haftbefehls ab.

Die Ermittlungen könnten auch ohne Untersuchungshaft fortgesetzt werden, hieß es. Patriciu ist Mehrheitsbesitzer des Mineralölkonzerns Rompetrol Group. Der 1998 gegründete private Konzern ist nach Petrom SA Rumäniens zweitgrößter Mineralölkonzern.

Nach seiner Freilassung warf Patriciu, der auch ein profiliertes Mitglied der regierenden National-Liberalen Partei (PNL) ist, der Staatsanwaltschaft «Amtsmissbrauchs» vor und bezeichnete die rumänische Justiz als «politisch beeinflussbar».

Die Ermittlungen gegen Patriciu wurden bereits unter der sozialistischen Vorgängerregierung aufgenommen. Patriciu wird unter anderem vorgeworfen, nach der Übernahme der Raffinerie Petromidia Navodari im Privatisierungsvertrag vereinbarte Investitionen in Höhe von 15 Millionen Euro nicht getätigt zu haben. Patriciu wies alle Beschuldigungen zurück.

Der 54-jährige Ölmagnat, dessen Vermögen auf rund 300 Millionen Euro geschätzt wird, hält 80 Prozent der Anteile des Unternehmens, das 2004 einen Bruttoertrag von rund 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet hatte.

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