Erstes Interview
Jimmy Caine: Ich war vor Bear-Stearns-Pleite todkrank

Der ehemalige Chef der US-Investmentbank Bear Stearns war vor dem Kollaps des Instituts schwer krank. Er sei im September 2007 mit einer Blutvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden, sagte James Cayne in seinem ersten Interview seit dem Notverkauf.

HB NEW YORK. Er sei im September 2007 mit einer Blutvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden, sagte James Cayne dem Magazin "Fortune" in seinem ersten Interview seit dem Notverkauf der Bank an den Rivalen JP Morgan. Die Ärzte hätten ihm nur eine Überlebenschance von 50 Prozent gegeben.

Die Krankheit hielt Bear Stearns geheim. Nach zehn Tagen Klinik und knapp 15 Kilo Gewichtsverlust sei er an die Arbeit zurückgekehrt und habe nicht gewusst, wie er die Bank retten könne. "Wenn du angeschlagen bist, wenn du Gewicht verloren hast und nicht wirklich gesund bist und eins klar ist - du hast dir den Arsch abgearbeitet und warst trotzdem nicht geschickt genug, um die richtige Lösung zu finden - das ist hart", sagte Cayne.

Der Banker hatte im Januar 2008 den Chefposten bei Bear Stearns abgegeben. Im März wurde die Bank notverkauft, nachdem sie sich am US-Immobilenmarkt mit Ramschhypotheken verspekuliert hatte. Viele US-Medien hatten Cayne damals als Snob hingestellt, der Golf spielt, während seine Firma zugrunde geht.

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