EU
Stark wechselt im Juni von der Bundesbank zur EZB

Der bisherige Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, Jürgen Stark, wird zum 1. Juni in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln. Er folgt damit Otmar Issing nach, der Ende Mai ausscheiden wird.

dpa BRüSSEL. Der bisherige Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, Jürgen Stark, wird zum 1. Juni in das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln. Er folgt damit Otmar Issing nach, der Ende Mai ausscheiden wird.

Die EU-Finanzminister billigten die Nominierung Starks am Dienstag in Brüssel einstimmig, berichteten EU-Diplomaten. Die Minister der zwölf Euro-Länder hatten sich bereits in der Nacht zuvor - ebenfalls einstimmig - auf Stark verständigt. Es ist der erste große „deutsche“ Personalwechsel bei der Zentralbank.

Der Vorsitzende dieser Ministergruppe, der luxemburgische Premier- und Finanzminister Jean-Claude Juncker, sagte: „Das ist der richtige Mann am richtigen Platz.“ Starks Ernennung für acht Jahre muss noch von den Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder bestätigt werden. Das gilt aber als eine Formalie.

Juncker sagte, Stark kenne die Philosophie der Bank und habe früher dem damaligen CSU-Finanzminister Theo Waigel zur Seite gestanden. Stark sei auch mit dem Bundespräsidenten Horst Köhler verbunden. Auf Drängen Waigels war 1996 der Euro-Stabilitätspakt zum Schutz der Euro-Währung abgeschlossen worden. Auf die Frage, ob die Ernennung Starks ein Anzeichen für nationale Erbhöfe an der EZB-Spitze sei, meinte Juncker: „Das können Sie daraus nicht schließen.“

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