EuGH
Der europäische Gerichtshof stellt das Verbraucherleitbild klar

Der europäische Gerichtshof (EuGH) beeinflusst mit seiner Auffassung von einem aufgeklärten und informierten Verbraucher den Maßstab deutscher Gerichte. In einer Entscheidung stellt er fest, dass es darauf ankommt, wie ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Durchschnittsverbraucher eine Angabe wahrscheinlich verstehe.

In englischer und französischer Sprache formuliert der EuGH "average consumer who is reasonably well - informed and reasonably observant and circumspect " und in französicher Sprache " consommateur moyen, normalement informe et raisonnablement attentif et avise".

Umstritten war in der deutschen Interpretation, ob sich das Wörtchen "durchschnittlich" nur auf "informiert" oder auch auf die Worte "aufmerksam " und "verständig " bezieht. Mit anderen Worten, ob es auf den "durchschnittlich aufmerksamen " oder auf den "durchschnittlich aufmerksamen und (durchschnittlich) verständigen "Verbraucher ankommt. Dies stellt der Europäische Gerichtshof und das europäische Gericht in erster Instanz nunmehr klar. Maßgeblich ist der "normal informierte und angemessen aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher".

EuGH GRUR Int 2005, 44

vgl.a. " Sack, Die neue deutsche Formel des Europäischen Verbraucherleitbildes"

WRP 2005,462

Kontakt: Dr. Peter Schotthöfer

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