Eurohypo
Frank Pörschke: Der Fitmacher von Eschborn

Wenn alles gut geht, schafft Frank Pörschke den ganz großen Wurf. Das, woran sein Vorgänger Bernd Knobloch vor knapp vier Jahren scheiterte: Den Börsengang von Deutschlands größtem Immobilienfinanzierer Eurohypo. Der Chef will die Commerzbank-Tochter fit machen - dafür muss er zunächst einmal den Rückwärtsgang einschalten.

FRANKFURT. Bis dahin gibt es allerdings noch einige Unbekannte für den im Oktober 2008 bei der Commerzbank-Tochter in Eschborn angetretenen Vorstandschef. Vor allem aber eine Menge Arbeit - und nicht nur deshalb, weil 2009 erneut tiefrote Zahlen anfallen werden.

"Wir wollen zum entscheidenden Zeitpunkt fit sein", sagt Pörschke und lässt offen, wann dieser sein wird. Nur soviel: Das Management werde nichts übers Knie brechen. "2010 werden wir damit anfangen, uns intensiver mit der Vorbereitung auseinander zu setzen", orakelt Pörschke.

Klar ist: Bis spätestens Ende 2014 muss sich die Commerzbank auf Druck der EU von der Eurohypo trennen. Das ist eine der Forderungen aus Brüssel als Reaktion auf die gut 18 Milliarden Euro schwere Eigenkapitalspritze des Bundes für den Mutterkonzern. Der Börsengang ist da nur eine Option - auch der Verkauf oder ein Spin-Off wären möglich.

Egal wie es kommt, Pörschke muss nach Jahren der Integration in den Commerzbank-Konzern den Rückwärtsgang einlegen. Denn viele eigene Zentralfunktionen wurden der Tochter vor den Toren Frankfurts schlicht entrissen. Manche lassen sich relativ einfach zurückholen - andere sind kaum noch existent. Beispiel Refinanzierung: Hier will Pörschke schon bald mehr Eigenständigkeit beweisen und die Eurohypo demnächst auch wieder unbesicherte, eigene Bonds emittieren lassen.

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