Ex-Arcandor-Chef: Eick zieht sich bei Windpionier Windreich zurück

Ex-Arcandor-Chef
Eick zieht sich bei Windpionier Windreich zurück

Als künftiger Finanzvorstand von Windreich sollte Karl-Gerhard Eick den Börsengang vorbereiten. Doch der ehemalige Arcandor-Chef trat nun auf die Bremse. Der Börsengang wurde bis auf weiteres verschoben.

DüsseldorfDer langjährige Telekom-Finanzvorstand und Ex-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wird nicht Finanzvorstand beim Windparkentwickler Windreich. Das berichtet das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom Mittwoch. Windreich-Chef Willi Balz hatte Eick im August gebeten, einen Börsengang des Unternehmens vorzubereiten. Im Zuge dessen sollte Eick die Rolle des Finanzvorstandes bei dem Mittelständler übernehmen.

Seit September ist Eick Berater von Windreich. Gestern beendete er sein Mandat jedoch. In einer Email, die dem Handelsblatt vorliegt, schrieb Eick am Montagabend an Balz: „Ich sehe für einen erfolgreichen Börsengang der Windreich AG auf absehbare Zukunft keinen Weg.“ 

Windreich-Chef Willi Balz bestätigte dem Handelsblatt, dass der geplante Börsengang bis auf weiteres verschoben sei. Das Unternehmen kämpft mit Finanzierungsproblemen bei seinen Offshore-Windparks. Der Windkraftpionier besitzt die meisten Lizenzen für Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee.

Bei der Entwicklung der Parks muss das Unternehmen mit erheblichen Investitionen in Vorleistung gehen. Dafür hat Firmenchef Balz Anleihen begeben, die jedoch an der Börse rapide an Wert verloren haben.

 

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