Ex-Bankvorstand
Haftstrafe für Gribkowsky rechtskräftig

Sowohl Gribkowsky als auch die Staatsanwaltschaft München hätten die Revisionen gegen das Urteil zurückgenommen, so der Bundesgerichtshof. Achteinhalb Jahre Gefängnis wurden dem früheren BayernLB-Vorstand auferlegt.
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Karlsruhe/MünchenDie Verurteilung des früheren Vorstands der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung ist rechtskräftig. Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft nahmen ihre Revisionen zum Urteil des Landgerichts München nun zurück, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag in Karlsruhe mitteilte. (Az: 1 StR 96/13) Das Münchner Landgericht hatte Gribkowsky im Juni vergangenen Jahres zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Rund ein Viertel davon hat er bereits durch die bisher laufende Untersuchungshaft verbüßt.

Der frühere Risikochef der Bayerischen Landesbank wirtschaftete dem Gericht zufolge in die eigene Tasche, als er den 2005 beschlossenen, umstrittenen Verkauf der Formel-1-Anteile der BayernLB an den britischen Investor CVC für 839 Millionen Dollar verantwortete. Er habe vom Chef der Rennsportserie Bernie Ecclestone 32,5 Millionen Euro Bestechungsgeld erhalten und dafür den Verkauf in Ecclestones Sinn beeinflusst. Zudem habe Gribkowsky das Geld nicht versteuert. Die Bank hatte als Gläubiger die Formel-1-Anteile nach der Pleite des Medienmoguls Leo Kirch erhalten. Der frühere Top-Banker Gribkowsky hatte in dem Prozess nach langem Schweigen ein umfassendes Geständnis abgelegt und um Entschuldigung gebeten.

Die Staatsanwaltschaft München bestätigte die Rücknahme des Revisionsantrags im Fall Gribkowsky. Von dessen Anwalt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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