Ex-Einkaufschef: Mercedes-Manager kassiert Millionenabfindung

Ex-Einkaufschef
Mercedes-Manager kassiert Millionenabfindung

Mercedes-Manager Rainer Schmückle kann sich freuen: Der Autokonzern Daimler und der Manager haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf eine Trennung mit einem goldenen Handschlag geeinigt.
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FRANKFURT/STUTTGART. Die Nachricht schlug am 5. Februar ein wie eine Bombe. Mercedes-Produktions- und Einkaufschef Rainer Schmückle macht Platz für den Zetsche-Vertrauten Wolfgang Bernhard, der zudem in den Daimler-Konzernvorstand aufrückt. Die Personalie hatte nur einen Haken: Sie wurde veröffentlicht, bevor man sich mit dem 50-Jährigen über eine Abfindung geeinigt hatte.

Erst jetzt, sechs Monate später, ist klar: Schmückle und Daimler haben sich am Verhandlungstisch auf eine Auflösung des Vertrags geeinigt. Damit bleibt vor allem dem Konzern ein öffentlicher Arbeitsgerichtsprozess erspart. Nach Informationen aus Konzernkreisen soll Schmückle eine Millionenabfindung erhalten. Ein Daimler-Sprecher bestätigte gestern nur, dass Schmückle und Daimler sich im "gegenseitigen Einvernehmen zum 30.6.2010 getrennt hätten. Zu Details sagte er nichts. Die Toppersonalie kommt Daimler aber teuer zu stehen. Ursprünglich war sogar über eine Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe spekuliert worden. Der Grund: Schmückles Vertrag lief noch bis April 2013. Darin enthalten war eine Rückkehrklausel zu Freightliner sowie ein jährliches Übergangsgeld bis zum Erreichen des 60. Lebensjahres, falls er keinen neuen Job findet.

Große Zukunftssorgen muss sich Schmückle nicht machen. "Er wird nicht lange auf der Straße stehen", heißt es in seinem Umfeld. Und von ihm selbst ist zu hören, dass er nun "neue Herausforderungen" annehmen wolle.

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  • da löst sich doch langsam das Rätsel, warum mein Mercedes mit vergleichbarer Ausstattung 15% teurer als der bMW war
    den Fehler, eine Prämie für dummes Management zu bezahlen, werde ich garantiert nicht noch einmal machen

  • Das ist mal wieder ein betrug an den Aktionären.
    ich werde mir jedenfalls weder einen PKW dieser Marke kaufen noch Aktien dieser Firma. Man wäre doch bescheuert, wenn man einerseits als Kunde die Millionengehälter und -abfindungen der Vorstände finanziert. ich verzichte seit 2008 ganz bewusst auf ein Auto, was deutlich mehr Lebensqualität gebracht hat. Zudem sollte jeder Mercedes-Käufer wissen, dass diverse Ölscheichs Großaktionär bei Daimler sind und man so auch noch die Harems der Scheichs mitfinanziert. Ohne mich.


  • waere doch interessant zu wissen, ob er die Abfindung (pro-rata) zurueckzahlen muss, wenn er eine neue Stelle gefunden hat. Wenn nicht dann ist das ein neues beispiel fuer 'Pay for Failure' den sich die Managementklasse auf Kosten der investoren/Sparer erlaubt und das von ProGov schon lange angeprangert wird

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