Ex-Manager
BayernLB plant sechs weitere Klagen

Weitere sechs Ex-Manager sollen nun wegen des Kaufs der österreichischen HGAA vor Gericht landen. Doch es gibt einen Schönheitsfehler: Die Verjährungsfrist läuft ab, und die früheren Vorstände weigern sich zu verlängern.
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MünchenDie Bayerische Landesbank wird nach Gerhard Gribkowsky wahrscheinlich noch im Juni sechs weitere Ex-Vorstände wegen des verlustreichen Kaufs der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) auf Schadenersatz verklagen. Die früheren Manager, unter ihnen der ehemalige Vorstandschef Werner Schmidt, weigern sich in der HGAA-Affäre bislang, die Verjährungsfrist zu verlängern, wie es aus informierten Kreisen lautete.

Finanzminister und BayernLB-Chefkontrolleur Georg Fahrenschon (CSU) hatte bereits angekündigt, rechtzeitig Schadenersatzklagen einzureichen, damit die Ansprüche nicht verfallen. Diese könnten bereits Ende des Monats verjährt sein. Der Verwaltungsrat der BayernLB will deshalb am 27. Juni über die weiteren Schritte entscheiden.

Durch den Erwerb der HGAA im Jahr 2007 hatte Deutschlands zweitgrößte Landesbank 3,7 Milliarden Euro in den Sand gesetzt. Die BayernLB wirft den insgesamt acht früheren Vorständen vor, die HGAA damals deutlich zu teuer gekauft zu haben. Die Schadenersatzklage soll auf insgesamt 200 Millionen Euro lauten.

Nur ein Manager hat bisher eingelenkt und der Verlängerung der Verjährungsfrist zugestimmt. Dabei handelt es sich nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ um Schmidts Nachfolger als Vorstandschef der Landesbank, Michael Kemmer. Er ist heute Geschäftsführer des Bankenverbandes.

Auf Schadenersatz verklagt wurde wegen des HGAA-Fehlkaufs bereits der frühere Risikovorstand Gribkowsky, der wegen der Affäre um mutmaßliche Bestechungsgelder aus der Formel 1 in Untersuchungshaft sitzt. Hier hatte die Landesbank schon vorher gehandelt, um sich den Zugriff auf Gribkowskys Millionenvermögen zu sichern.

Die früheren BayernLB-Manager müssen sich wegen des HGAA-Debakels vermutlich auch in einem Strafprozess verantworten. Die Staatsanwaltschaft München hat kürzlich gegen alle acht damaligen Vorstände Anklage erhoben.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die D&O Versicherung

    Für Manager-Fehler gibt es doch eine D&O Versicherung. Das Unternehmen zahlt sogar noch die Prämie. Die Manager müssen doch gar keine Angst haben. Es sei denn, ihnen werden Taten nachgewiesen die zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Aber solch schlimmen Dinge hat doch keiner von den BayernLB Managern getan, oder? Die Manager waren doch bestimmt nicht bestechlich und machtbesoffen.

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