Ex-Manager hatte gestanden
Berninghaus bleibt Gefängnis erspart

Der frühere Rewe-Chef Dieter Berninghaus ist vom Kölner Landgericht wegen Untreue zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der Vorsitzende Richter Klaus Bieber-Dieter sagte am Freitag in seinem Urteil, der Manager habe seine Vermögensbetreuungspflicht gegenüber Rewe verletzt.

HB KÖLN. Berninghaus muss zudem die Verfahrenskosten tragen. Das Landgericht Köln sah es als erwiesen an, dass der 40-Jährige im Zusammenhang mit dem Rewe-Kauf der Internetfirma Nexum im Jahr 2000 zu Unrecht Provisionen in Millionenhöhe angenommen hatte.

Berninghaus hatte vor Gericht gestanden, damals unrechtmäßig Provisionen in einer Gesamthöhe von 6,5 Mill. Euro kassiert zu haben. Die 25 Mill. Euro teuere Investition, mit der sich Rewe auf dem Höhepunkt des Internet-Booms ein Standbein im Online-Handel sichern wollte, hatte sich nach Unternehmensangaben später als praktisch wertlos erwiesen.

In einem Vergleich mit seinem früheren Unternehmen hatte der Manager bereits vor einigen Monaten Schadenersatz in Gesamthöhe von rund 11 Mill. Euro geleistet. Unter anderem verzichtete er auf alle Leistungen aus der Aufhebungsvereinbarung seines Vorstandsvertrages und auf alle Pensionsrechte.

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