Ex-Mannesmann-Vorstand Kurt Knizius macht vom Aussagerecht Gebrauch
Esser-Vertrauter verweigert Aussage

Einer der engsten Mitarbeiter des früheren Mannesmann-Chefs Klaus Esser hat im Düsseldorfer Prozess um die umstrittenen Millionenabfindungen für Manager die Aussage verweigert.

HB DÜSSELDORF. Ex-Mannesmann-Vorstand Kurt Knizius sagte am Donnerstag vor der 14. Großen Strafkammer, er mache von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, da gegen ihn wegen einer Millionenprämie ebenfalls ermittelt werde. Er hatte 3,7 Mill. Mark erhalten.

Knizius war einer der engsten Berater Essers im Kampf gegen die feindliche Übernahme durch den Mobilfunkkonzern Vodafone. Essers Rechtsanwälte beantragten, die Unterlagen des früheren Vorstandsmitglieds im Prozess zu verlesen, da sie belegten, dass Esser mit aller Macht gegen die Übernahme durch Vodafone gekämpft habe.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat weitere umfassende Aussagen im Mannesmann-Prozess angekündigt. Sein Mandant werde sich am 11. Februar erneut zu den Untreue-Vorwürfen der Staatsanwaltschaft äußern, sagte Anwalt Klaus Volk am Donnerstag in Düsseldorf. Der Wirtschaftsprozess wurde am gleichen Tag im Düsseldorfer Landgericht mit der Beweisaufnahme fortgesetzt.

Als Zeuge hatte das Düsseldorfer Landgericht unter anderem ein ehemaliges Mannesmann-Vorstandsmitglied geladen. Wegen Untreue oder Beihilfe dazu müssen sich unter anderem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser verantworten. Dabei geht es um Prämien von knapp 60 Mill. Euro, die an ehemalige Manager im Zuge der Übernahme durch den Vodafone-Konzern ausgeschüttet worden waren.

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