Ex-Ministerpräsident
Kurt Beck geht zu Boehringer Ingelheim

Der nächste Politiker wechselt in die Wirtschaft: Kurt Beck, langjähriger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, wechselt als Berater in die Pharmabranche. Der Wechsel stößt auf scharfe Kritik aus der FDP.
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FrankfurtDer ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck, wechselt als Berater in die Wirtschaft. Ein halbes Jahr nach seinem Karriereende berät der SPD-Politiker seit Juni den Pharmariesen Boehringer Ingelheim. Das bestätigte der Konzern dem Handelsblatt.

Das fünfköpfige Gremium hat die Aufgabe, die Arbeit der Unternehmensleitung zu begleiten. Mitglieder sind unter anderem der Düsseldorfer Rechtsanwalt Michael Hoffmann-Becking und BASF-Forschungsvorstand Andreas Kreimeyer. Beck rückt für den Schweizer Management-Berater Fredmund Malik nach, der Ende 2012 ausschied.

Der Wechsel stößt auf scharfe Kritik. „Beck schadet durch sein Verhalten der Glaubwürdigkeit von Rot-Grün, indem er den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird. Anspruch und Wirklichkeit fallen mal wieder auseinander“, sagte der Vorsitzende der niedersächsischen FDP, Stefan Birkner, Handelsblatt Online.

Hintergrund ist, dass SPD und Grüne noch im Frühjahr im Zusammenhang mit dem Wechsel Eckart von Klaedens (CDU) zu Daimler eine Karenzzeit für Politiker gefordert hatten, bevor sie eine Stelle in der Wirtschaft annehmen. Der SPD schwebten damals 18 Monate für ausscheidende Regierungsmitglieder vor, den Grünen drei Jahre.

Birkner sagte dazu, auch Politiker, die Verantwortung getragen haben, müssten Perspektiven außerhalb der Politik offen stehen, auch in der Wirtschaft. „Dabei muss aber größtmögliche Transparenz gewährleistet sein, so dass die Öffentlichkeit sich ein Bild machen kann, in welchem Zusammenhang die politische Tätigkeit zur wirtschaftlichen steht“, fügte der FDP-Politiker hinzu.

Beck wurde im Januar 2013 von Malu Dreyer als Ministerpräsident abgelöst. Ab Dezember wird er zudem den Vorsitz der Friedrich-Ebert-Stiftung übernehmen. Boehringer Ingelheim sieht sich aktuell in Frankreich einer Klage gegen ein Schlaganfallmittel gegenüber.

Dietmar Neuerer
Dietmar Neuerer
Handelsblatt / Reporter Politik

Kommentare zu " Ex-Ministerpräsident: Kurt Beck geht zu Boehringer Ingelheim"

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  • Dieser feiste, großmäulige Nichtskönner, es ist doch wirklich zu dreist für Worte. Kleiner Mann - ganz groß, oder es sein wollen. Ich schwanke zwischen
    Kopf schütteln und mich übergeben wollen. Wer immer noch die SOZIALdemokraten, die ARBEITERpartei wählt, ist doch wirklich selbst schuld.

  • Zensur bei HB!!!!

    Warum wurde dieser Kommentar ohne Angaben vom HB gelöscht?

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    Kurt Beck und alle anderen Politikschauspieler werden von den Bilderbergern gut positioniert! ( Wenn sie das umsetzten, was man ihnen gesagt hat. )

    Noch nie was von "Die Bilderberger" gehört?

    Bei youtube einfach "Die Bilderberger" eingeben.

    Die Welt wird von anderen Leuten regiert, als es das Volk zu wissen glaubt.

    Warum erfahren wir nichts über die Bilderberger in den gleichgeschalteten Massenmedien?

    Sind die Medienbosse vielleicht auch Bilderberger???

  • Ich bin über diesen Mann maßlos enttäuscht.

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