Ex-Siemens-Manager

Rudi Lamprecht wird Aufseher bei Here

Rudi Lamprecht, als Siemens-Manager einst in den Strudel der Korruptionsaffäre des Konzerns geraten, wird Aufsichtsrat beim Navigationsdienst Here. Das Unternehmen ist eine Kooperation mehrerer deutscher Autohersteller.
Der Ex-Siemens-Vorstand im Jahr 2004. Er komplettiert den Aufsichtsrat beim Navigationsdienstleister Here. Quelle: dpa
Rudi Lamprecht

Der Ex-Siemens-Vorstand im Jahr 2004. Er komplettiert den Aufsichtsrat beim Navigationsdienstleister Here.

(Foto: dpa)

MünchenDer frühere Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht zieht in den Aufsichtsrat des Navigationsdienstes Here ein. Der 67-Jährige komplettiert neben dem IT-Unternehmer Uri Levine das Kontrollgremium des Gemeinschaftsunternehmens von Audi, Daimler und BMW, wie Here am Freitag mitteilte.

Die übrigen Posten im Aufsichtsrat werden von Managern der Autobauer besetzt, ein Vorsitzender werden in den kommenden Wochen bestimmt. Im Februar hatten die neuen Eigner mit Edzard Overbeek erst einen neuen Vorstandschef für die frühere Nokia-Tochter bestimmt.

Diese deutschen Technologie-Marken sind zukunftssicher
Made in Germany
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Das Image der deutschen Ingenieure hat durch den Dieselskandal gelitten. Doch etliche Technologie-Marken genießen weiterhin einen exzellenten Ruf - und gelten als besonders zukunftsfähig. Das zeigt die Studie „Made in Germany 4.0“ der Markenberatung Brandtrust. Die Berater haben dafür rund 70 Top-Manager, sowie 3.300 Kunden und Einkäufer befragt.

Kriterien
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Bewertet wurden 33 deutsche Marken nach zehn Kriterien: Der Fähigkeit, höhere Preise durchzusetzen, der Adaptionsfähigkeit. der Anfälligkeit für Trends. der gesellschaftlichen Relevanz. der Unverzichtbarkeit für die Kunden, dem Markenerlebnis, der Fähigkeit, die Kunden zu Markenbotschaftern zu machen, dem Stolz der Mitarbeiter, der Fähigkeit, den Absatz kontinuierlich auszubauen - und der Bekanntheit. Die Überraschung: deutsche Premiumautobauer wie Audi, BMW, Porsche und Mercedes landen dabei nur im Mittelfeld. "Deutsche Automobilhersteller sind zu langsam darin, die etablierten Marken mit neuen Geschäftsmodellen aufzuladen", erklärt Studienautor Jürgen Gietl.

Platz 10 - Festo - 66,4 Punkte
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Den Auftakt in die besten Zehn macht der schwäbische Automatisierungstechniker Festo. Weltweit hat das Unternehmen 17.800 Mitarbeiter und verfügt offenbar über ein großes Vertrauen bei Topmanagern, Einkäufern und Kunden. Nicht nur das "Bionic Kangaroo", das Festo auf der Hannover Messe 2014 präsentierte, dürfte damit in den kommenden Jahren große Sprünge machen.

Platz 9 - Siemens - 67,7 Punkte
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Der bestplatzierte Dax-Konzern im Ranking kommt aus München. Etwas überraschend, da Siemens turbulente Jahre hinter sich hat. Doch bei den Geschäftskunden schneidet Siemens weiterhin gut ab. "Siemens hat als erstes Technologieunternehmen überhaupt seine Marke systematisch entwickelt. Eine über so viele Jahre so stark aufgebaute Marke machen ein paar Managerverfehlungen so schnell nicht kaputt", erklärt Studienautor Gietl.

Platz 8 - B.Braun - 68,4 Punkte
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Der Medizintechnikherstellers B. Braun aus Melsungen scheint für seine Kunden unverzichtbar und erreicht hier Spitzenwerte. Dass die Hessen ihre Premiumpreise auch bei hohem Volumen durchsetzen können, spricht nach Ansicht der Studienautoren für ein zukunftssicheres Geschäft.

Platz 7 - Bosch - 68,5 Punkte
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Wenn Bosch einen neuen Forschungscampus eröffnet, dann kommt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Besuch. Die Schwaben scheinen nach Ansicht der Brandtrust-Studie offenbar gut vorbereitet auf die Zukunft - vor allem weil der Zulieferer in etlichen Hochtechnologiebereichen führend ist.

Platz 6 - Kuka - 69 Punkte
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Roboter von Kuka sind nicht nur für Volkswagen nahezu unverzichtbar. Die Augsburger sind in etlichen Technologiesparten vertreten und gelten nach Ansicht der befragten Kunden und Einkäufer darum als besonders zukunftsfähige Marke.

Lamprecht war seinerzeit in den Strudel der Siemens-Korruptionsaffäre geraten und einigte sich nach Zahlung einer halben Million Euro außergerichtlich mit seinem früheren Arbeitgeber.

  • rtr
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