Ex-Staatssekretär hilft dem früheren Gegenspieler
Overhaus berät die RAG

Der härteste Gegenspieler wird ins eigene Haus geholt: Der ehemalige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Manfred Overhaus, arbeitet für den RAG-Konzern, die frühere Ruhrkohle AG.

HB/mjh ESSEN. Als Regierungsbeamter setzte er sich mit aller Entschiedenheit gegen staatliche Subventionen ein. Nun ist er für das Unternehmen tätig, das über die Tochtergesellschaft Deutsche Steinkohle AG Milliarden an öffentlichen Hilfen erhält.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Sonntag den spektakulären Seitenwechsel. Der seit Juli pensionierte Staatsdiener arbeite als Berater für den Konzern. „Für die Gestaltung der Kohleförderung holen wir uns die besten Köpfe“, hatte RAG-Chef Werner Müller, der früher selbst Bundeswirtschaftsminister war, erst kürzlich gesagt.

Overhaus soll bei der RAG nach Unternehmensangaben auf eine effiziente Verwendung der Staatsgelder achten und ist „für Subventionsfragen im Brüsseler Bereich“ tätig. Dabei werde er aber „nicht operativ“ in die Verhandlungen mit der EU-Kommission gehen, sondern „beratend und begleitend“. Er sei zudem für neue Projekte bei der Deutschen Steinkohle AG tätig.

Mit Overhaus holt Ex-Minister Müller den zweiten prominenten Staatssekretär. Vor kurzem war bereits der Wechsel von Wirtschaftsstaatssekretär Alfred Tacke auf den Chefposten der RAG-Tochter Steag angekündigt worden.

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