Ex-Worldcom-Chef vor Gericht: Ebbers verteidigt sich im Zeugenstand

Ex-Worldcom-Chef vor Gericht
Ebbers verteidigt sich im Zeugenstand

In einem letzten Versuch, die Geschworenen doch noch von seiner Unschuld zu überzeugen, ist gestern der ehemalige Worldcom-Chef Bernie Ebbers in den Zeugenstand getreten. Ebbers bestritt, etwas von den Bilanzmanipulationen in Höhe von elf Mrd. Dollar gewusst zu haben.

tor HB NEW YORK. Diese hatten den Telekommunikationskonzern vor drei Jahren in die Pleite getrieben. Das Unternehmen firmiert heute unter dem Namen MCI und soll von dem Konkurrenten Verizon übernommen werden.

Mit seiner Zeugenaussage reagiert Ebbers auf die schweren Vorwürfe, die sein ehemaliger Finanzchef Scott Sullivan in dem seit sechs Wochen andauernden Verfahren erhoben hat. Sullivan hatte erklärt, Ebbers habe die Manipulation angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hat den 63-jährigen Manager des Wertpapierbetruges, der Konspiration und der Falschaussage angeklagt. Sollte Ebbers von der Jury in New York für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu 25 Jahre Gefängnis.

Den Angeklagten in den Zeugenstand zu rufen, ist für die Verteidigung mit hohen Risiken verbunden und wird von Experten oft als Verzweiflungstat gewertet. Setzt Ebbers sich doch damit einem Kreuzverhör durch die Staatsanwälte aus. In früheren Verfahren führte ein ähnliches Vorgehen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen: Der frühere Justitiar des US-Konzerns Tyco, Mark Belnick, wurde nach seiner Aussage freigesprochen. Starbanker Frank Quattrone verhedderte sich im Zeugenstand und wurde verurteilt.

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