Exklusiv-Studie
Deutsche Konzerne punkten mit Online-Auftritt

Unternehmen professionalisieren ihre Finanzkommunikation zunehmend. Websites und Kontakmöglichkeiten werden für die Geschäftsbeziehungen immer wichtiger. Laut einer Exklusiv-Studie schafft die deutsche Post den Sprung in die europäische Bestenliste.

STOCKHOLM. Deutsche Unternehmen bekommen für ihre Finanzkommunikation über das Internet gute Noten. In einer Studie, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, schneiden sie im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut ab. Die schwedische Consultingfirma Hallvarsson & Halvarsson (H&H) hat die Investor-Relations-Internetseiten der Konzerne unter die Lupe genommen und Analysten, Investoren und Wirtschaftsjournalisten nach deren Qualität befragt. Nur die finnischen Unternehmen bekamen im Schnitt noch bessere Noten.

Bestes deutsches Unternehmen in dem Ranking von H&H ist die Deutsche Post World Net. Im innerdeutschen Vergleich verbesserte sich das Bonner Unternehmen gegenüber dem Vorjahresranking vom dritten auf den ersten Platz, im europäischen Vergleich nimmt der Konzern als bestes deutsches Unternehmen den achten Platz ein.

Europäischer Spitzenreiter ist Telecom Italia, die nach Meinung der schwedischen Beratungsfirma die besten Finanzinformationen auf ihrer Internetseite bietet. „Nach der Parmalat-Krise vor einigen Jahren fühlten sich italienische Unternehmen in der Pflicht, die Transparenz deutlich zu erhöhen“, begründet dies der für die Untersuchung Verantwortliche Marcus Eriksson.

Eriksson und seine Mitarbeiter haben Experten in ganz Europa befragt. Diese sollten Kriterien wie Struktur, Design und Technik der Webseiten, aber vor allem auch die Qualität der von den Unternehmen zur Verfügung gestellten Daten bewerten. „Analysten, Investoren und Journalisten fordern immer detailliertere Informationen, da das Internet zu ihrer wichtigsten Informationsquelle geworden ist“, hat Eriksson festgestellt.

So wollen Analysten PDF-Dokumente oder Excel-Tabellen über die Eckdaten eines Unternehmens, die sie herunterladen können. Sie fordern übersichtliche Seiten, auf denen leicht und ohne große Umwege die Finanzziele eines Konzerns ersichtlich werden. „Da hat sich allein in den vergangenen zwölf Monaten seit unserer letzten Untersuchung viel verändert“, resümiert Eriksson.

Kein Wunder, gaben doch 90 Prozent aller Befragten an, dass sie mittlerweile nahezu täglich auf die Webseiten der für sie interessanten Unternehmen schauen. Dabei sind auch „halbsensible Unternehmensdaten“ wichtig: Die Fachleute wollen beispielsweise auf der Homepage über die Kreditstruktur und die Bewertung durch Ratingagenturen informiert werden“, weiß Eriksson.

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