Expertenrat zum Thema Mietrecht
Recht auf warme Wohnung

Vermieter müssen sicherstellen, dass Wohnungen beheizbar sind, sagt Jürgen Michael Schick. Er ist Vizepräsident des Immobilienverbandes Deutschland.

Herr Schick, im Herbst gibt es immer wieder Ärger: Draußen wird es kalt, doch nicht alle Vermieter drehen die Heizung wieder auf. Müssen sich Mieter das gefallen lassen?

Nein, der Besitzer muss gewährleisten, dass die Räume tagsüber zwischen 20 und 22 Grad warm werden, nachts können es drei bis vier Grad weniger sein.

Müssen diese Temperaturen im Mietvertrag geregelt sein?

Nein, diese Werte werden von den meisten Gerichten als Richtwerte betrachtet, auch wenn dazu nichts im Mietvertrag steht oder der Vermieter dort Werte angibt, die deutlich darunter liegen.

Wie können sich Mieter gegen zu niedrige Temperaturen wehren?

Zuerst müssen sie ihren Vermieter benachrichtigen. Kann oder will dieser das Problem nicht beheben, ist der Bewohner berechtigt, die Miete zu kürzen. Bei einem Totalausfall der Heizung muss er gar nichts zahlen.

Wer zahlt die Rechnung, wenn der Mieter eigenmächtig einen Handwerker ruft?

Der Vermieter zahlt, wenn der Mieter ihn zuvor vergeblich auf den Mangel hingewiesen hat.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 48 vom 24.11.2005

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