Extreme Hobbys
Die tollkühnen Bosse in ihren fliegenden Kisten

Erfolgreiche Unternehmer leisten sich mitunter extreme Hobbys: Amazon-Chef Jeff Bezos will Raketen retten, Regisseur James Cameron taucht 11.000 Meter tief. Und Richard Branson möchte gleich Tiefsee und Weltraum erobern.
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Sie liegen mehr als vier Kilometer tief auf dem Meeresgrund, irgendwo im Atlantischen Ozean. Niemand weiß, in welchem Zustand sie sind, immerhin sind sie seit fast 43 Jahren dort und teilen sich den Platz mit Schlick, Algen und Meerestieren: Die Triebwerke der Rakete, die am 16. Juli 1969 Neil Armstrong und seine Crew mit Apollo 11 in Richtung Mond schoss.

Jeff Bezos war damals ein Knirps von fünf Jahren und von der Mondlandung offenbar schwer angetan. „Sie hat sehr zu meiner Leidenschaft für Wissenschaft, Technik und Entdeckungen beigetragen“, erinnert er sich. Heute ist Jeff Bezos als Gründer des Online-Kaufhauses Amazon einer der reichsten Männer der USA. Und er will sich einen Traum erfüllen: Die geschichtsträchtigen Apollo-Triebwerke zu bergen und auszustellen. Das hat er jetzt in seinem Blog angekündigt (http://www.bezosexpeditions.com/engine-recovery.html).

Nur Tage zuvor hatte ein anderer Abenteurer Schlagzeilen gemacht: „Titanic“-Regisseur James Cameron war mit einem Mini-U-Boot zum tiefsten Punkt der Weltmeere getaucht, dem Marianengraben, rund 11.000 Meter unter der Wasseroberfläche. „Es war noch nie so schön, den Tiefpunkt zu erreichen“, twitterte Cameron. Und nun kündigt auch noch Richard Branson, britischer Milliardär und Gründer der Fluglinie Virgin an, in den Puerto-Rico-Graben abtauchen zu wollen – mehr als 9000 Meter tief. „Das dürfte ein ziemliches Abenteur werden“, so Branson, der auch einen eigenen Weltraumbahnhof besitzt, von dem aus er in naher Zukunft betuchte Kunden an den Rand des Weltraums transportieren möchte..

In die Tiefen der Weltmeere oder hoch hinaus ins All – irgendetwas scheint es da zu geben, dass reiche Unternehmer und Manager zu extremen Freizeitbeschäftigungen antreibt. „Die Grundlagen des menschlichen Überlebens sind Schutz und Sicherheit“, sagte kürzlich der Chef des Extremreisen-Anbieters Be Legendary auf CNN. „Manager haben komplett vergessen, wie sich das anfühlt".

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Trip ins Weltall

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