Facebook-Gründer: Zuckerberg mischt sich in die Politik ein

Facebook-Gründer
Zuckerberg mischt sich in die Politik ein

Mark Zuckerberg wird zum politischen Gönner: Der Facebook-Gründer will eine Spendengala abhalten – für den konservativen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie. Ungewöhnlich für das linksliberale Silicon Valley.

New YorkGeht es um die große Politik, klafft quer durch die amerikanische Unternehmenslandschaft traditionell ein tiefer Graben. Wer etwa als hoffnungsvoller Kandidat der Republikaner Geld für seine Kampagne braucht, wendet sich eher an die Großindustrie und die Wall Street. Demokraten dagegen gehen gerne nach Hollywood – oder ins Silicon Valley.

In der glitzernden Welt der Jungunternehmer und coolen Startups zahlt man gerne: Die Google-Mitarbeiter etwa gaben 97 Prozent ihrer Spenden laut Federal Election Commission für die Wiederwahl von Barack Obama aus – das macht rund 700.000 Dollar für den Demokraten, während der Republikaner Mitt Romney nur 25.000 bekam. Ähnlich verteilten sich die Spenden bei Apple, Ebay oder Microsoft. Auch das Wahlergebnis war eindeutig: Im Großraum San Francisco holte Obama mehr als 80 Prozent der Stimmen.

Nun bricht einer der größten Stars des Silicon Valley überraschend aus dem alten Schema aus: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will kommenden Monat in seinem Haus in Palo Alto eine Spendengala organisieren – für den republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie. Zuckerberg sei ein „guter Freund“, sagte Christie gut gelaunt am Donnerstag. „So wie ich es verstanden habe, ist es die erste Spendenaktion, die er jemals für einen Politiker ausgerichtet hat“.

Christie, ein stramm konservativer Haudrauf, tritt in diesem Jahr zur Wiederwahl in seinem Bundesstaat an und kann deshalb Spenden dringend gebrauchen. Der füllige Gouverneur gilt zudem als einer der aussichtsreichsten Kandidaten der Republikaner für die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016.

Er genießt hohe Sympathiewerte wegen seines Krisenmanagements nach dem Hurrikan Sandy, der vergangenes Jahr die Küste New Jerseys verwüstet hatte. Christie gilt aber auch als unabhängiger Kopf: Nach Sandy und nur Tage vor der Wahl hatte er Obama für dessen Reaktion auf den Sturm überschwänglich gelobt. Zudem fiel er kürzlich über seine eigenen Parteifreunde in Washington her, weil sie mit Katastrophenhilfe geizten.

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