Facebook-Managerin Sandberg rät: Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!

Facebook-Managerin Sandberg rät
Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!

Frauen werden benachteiligt – die Ursache liegt bei ihnen selbst: Mit „Lean in“ hat die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg eine hitzige Debatte entfacht. Ihre Ratschläge für den Berufsalltag von Frauen sind provokant.
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New YorkDas große Problem, weiß Sheryl Sandberg, zeigt sich oft in den kleinen, unbewussten Dingen. Da treffen sich zum Beispiel 15 Top-Manager aus dem Silicon Valley, allesamt Männer, zu einer Diskussionsrunde zur Lage der US-Wirtschaft. Geladen ist auch der Finanzminister mitsamt Experten-Delegation, bestehend aus vier Frauen.

Was passiert? Als das Buffet eröffnet wird, lassen die Frauen wie selbstverständlich die Männer vor. Nach dem Mittagessen dann quetschen sie sich – ganz freiwillig – wie Zuschauer an den Rand des Konferenzraums, während die Männer in der Mitte Platz nehmen.

Diese Anekdote aus der Facebook-Zentrale ist für Sandberg, Nummer zwei des Internet-Konzerns, eine Schlüsselszene. „Das war ein Moment, in dem ich Zeuge wurde, wie interne Barrieren das Verhalten von Frauen verändern können“, schreibt die 43-Jährige in ihrem umstrittenen Buch „Lean in“ – und sieht eine ihrer zentralen Thesen bewiesen: „Ständig unterschätzen wir uns selbst“.

„Lean in“ (zu Deutsch: „Häng` Dich rein“) ist an diesem Montag in den USA auf den Markt gekommen, und es schlägt ein wie wohl selten ein Sachbuch über die Rolle der Frau: Zeitungen, Online-Seiten und TV-Sender berichten seit Wochen darüber, und noch vor Erscheinen schoss das Werk beim Online-Händler Amazon auf Platz eins der US-Bestsellerliste. In Deutschland soll es am 19. April erscheinen.

Sandberg ist auch nicht irgendwer: Mutter zweier Kinder, Harvard-Absolventin, Weltbank-Expertin, mit Ende 20 Stabschefin des damaligen Finanzministers Larry Summers, dann Top-Managerin bei Google und schließlich Mark Zuckerbergs rechte Hand bei Facebook. Und nun schickt sie sich an, Anführerin einer neuen feministischen Bewegung zu werden.

Kommentare zu "Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!"

Alle Kommentare
  • Wow, ich lese gerade die Kommentare zu diesem Artikel und bin otal erchüttert. Ich hätte den Handelsblatt Lesern wirklich mehr Niveau zugetraut. Hat hier auch jemand kostruktive Kritik anzubringen oder das Buch sogar gelesen? An einem ernsthaften Austausch zum Thema wäre ich nämlich sehr interessiert.

    Eine kurze Einschätzung des Buches von meiner Seite (hab es am Wochenende gelesen). Empfehlenswert für Leser, die sich bisher nicht allzu intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Insbesondere für Frauen in Deutschland, die bisher allzu oft den vermeintlich "leichteren" Weg des beruflichen Rückzugs oder gar Ausstiegs wählen, wenn die Luft dünner wird. Aber auch für alle Vorgesetzten, die Frauen im Job das Leben - bewuss oder unbewusst - jeden Tag ein bisschen schwerer machen. Ich unterstütze Sandbergs Herangehensweise "Die Frauen müssen sich reinhängen" wünsche mir aber gleichzeitig, dass die Unternehmen dies auch zulassen. Leide ist bisher insbesondere bei jüngeren Frauen, die noch die "Gefahr" bergen Kinder zu bekommen, eher das Gegenteil zu beobachten. So sagt es die Sttisktik undso erlebe ich es selbst im Beruf und im Freundeskreis.

  • Danke!
    Jeder für sich ist sehr nett, da will ich echt mal ein Kompliment auspacken.

    Aber in der Gruppe ist das nicht zu aushalten.

  • @Milvus

    "Ich befinde mich in einem Team mit 90% Damen"

    Mein aufrichtiges Beileid.

  • Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich nur Erziehung und Erwartungen sind, die Frauen das "falsche" Verhalten antrainieren.
    Meine jüngsten Erfahrungen im Jugendsport und in der Schule legen Nahe, dass angeborene Präferenzen ebenfalls ungünstiges Verhalten befördern.
    wobei "ungünstig" eine zwiespältige Bewertung ist, denn das was gemeinhin bei Frauen im Berufsleben geschätzt wird, bzw. wo sie ihre Stärken ausspielen basiert auf den selben Eigenschaften.

    Mädchen betreiben, außer über Eitelkeit eher wenig Eigenwerbung, was dazu führt, das sie unterschätzt werden, im Übrigen sogar noch stärker von Frauen als von Männern.
    Mädchen tendieren viel stärker dazu sich zu sozialisieren, Gruppen zu bilden, die weit weniger flexibel und durchlässig sind, als bei Jungen. Im Mannschaftssport äußert sich das dadurch, das es bei Trainerwechsel grundsätzlich massiven Protest gibt, sofern der "Neue" nicht eine unzweifelhafte starke Reputation besitzt, ebenfalls schließen sich die Mädchenmannschaften als Gruppe enger zusammen, als Jungen. Was hinsichtlich der internen Gruppendynamik gut ist, wird nach außen, zur Schwäche.
    Das alles hat wenig mit gesellschaftlicher Prägung zu tun, Es fehlt allerdings an genügend führungserfahrenen Frauen, die den Zickenkrieg nicht befördern, sondern bekämpfen.
    In der Schule wird Zickerei mittlerweile mit Selbstbewusstsein verwechselt und gefördert, was zu hohen Ansprüchen führt, die mit zu wenig sachlicher Durchsetzungsbereitschaft unterlegt wird und damit eher Eitelkeit widerspiegelt, was das Potential letztlich deutlich hemmt.
    Viele Mädchen gefallen sich in der Rolle als "Zicke" und viele erwachsene Frauen befördern dies als ein Zeichen von Emanzipation. Dabei ist Zickerei genau das Gegenteil von Emanzipation, weil es schlicht ein modernes Prinzessinnensyndrom darstellt.
    Diese Diskrepanz führt dann zu Personen, die als "Emanzen" wahrgenommen werden und damit letztlich die Emanzipationsbemühungen untergraben.

    H.

  • @Gebbi

    Richtig. Zusätzlich schnautze ich Frauen genauso an wie Männer, wenn sie unfreundlich zu mir sind. Einen Frauen-Höflichkeits-Bonus gibt es bei mir schon seit 20 Jahren nicht mehr.

  • "Frauen, fahrt die Ellbogen aus!" - Welche denn..?
    Ich war mit einer beruflich u. menschlich großartigen Frau fast 50 Jahre verheiratet u. habe von ihr viel über Frauen gelernt. Da jammern sie, die so Sex-Besessener, die oft einen Mann haben aber keinen behalten wollen. Da gibt es die Sex-Szene, in der sich Tausende Frauen per Anzeigen bereit-halten, anbieten und so um Sex betteln, genüsslich fremd-gehen. Da belauern sie die Männer im Büro und Beruf, wollen selbst beste Freundinnen ausstechen, ziehen sich nicht zurück-haltend an sondern aufreizend bis zum geht nicht mehr, werden sie zu Recht abgewiesen, werden sie zu Bestien, auf fast jeder Zeitschrift lassen sie sich nahezu Porno-mäßig abbilden, kein Aufschrei von den Frauen-Verbänden ist zu hören, von Kopf bis zum großen Zeh ist das Aussehen das Maß aller Dinge, vom Lippenstift bis Bikini und Hygiene-Höschen, von Mode bis zu all den gleichen langen/langweiligen Gardinen-Haaren, die verführen sollen, nur Mode und Outfit in der Birne, freundliche Worte, Hilfs-Bereitschaft und Entgegenkommen im Straßenverkehr werden bereits als Anmache empfunden, da schreien sie nach Frauen-Quoten und nach allen möglichen Privilegien, wollen gleiche Rechte, die sie dem eigenen Geschlecht verweigern, aber gleiche Verpflichtungen aus der krankhaft geforderten Gleichberechtigung sind ihnen lästig, wollen in die Vorstände, bewerben sich aber nicht auf entsprechende Stellen-Anzeigen. Ja, meine Frau hatte mir viel über Frauen beigebracht, sie war lange Jahre im Personal-Bereich eines großen Unternehmens tätig, sie wusste, was Sache ist. Und dann wollen diese Damen ihre Ellenbogen ausfahren - gegen wen eigentlich? Dieser mit super Komplexen behaftete Ellenbogen richtet sich gegen sie selber u. ist eine riesige Frauen-Fehlentwicklung und schadet ihnen und ihrer natürlichen Weiblichkeit am aller meisten - und sie werden wieder "die Männer" zu ihrer Schieß-Scheibe machen, weil ihr wahrer Nerv getroffen ist..!

  • Frauen, fahrt die Ellbogen bitte wieder ein.
    Ich befinde mich in einem Team mit 90% Damen. Ich finde Ihr seid schlimmer, als die männlichen Kollegen.

  • Ja genau, volle Gleichberechtigung für Frauen: Zwangs-Frauenquote für technische Studienfächer/Mint-Fächer/Ingenieurswesen/Informatik, dafür 50% Männer zur Erholung in Schönwetterstudiengänge/Berufe, Anpassung Renteneintrittsalter + Lebenserwartung an das/die der Männer, Zivil- und Wehrdienst auch für Mädels...vielleicht haben wir dann wieder 'normale' Frauen.

    Und ach ja: wie wär's denn damit: mal 2 Weltkriege lang die Frauen an der Front verheizen...Ostfront-Spass und so...

    da lernt man sich durchsetzen, gelle ;)

  • Frauen sollten mehrheitlich Mädchen zur Welt bringen.
    1 Junge auf 9 Mädchen würde vollständig genügen.
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    Au ja! Dann bekäme jeder Junge 9 Mädchen - die Vielweiberei würde eingeführt. Prächtig! :-)))

  • Kommentare zu: Frauen, fahrt die Ellenbogen aus!
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    Wenn alle Chefinnen so aussehen würden, wie diese mit ihrem anmaßenden und aggressiven Gesicht, dann: Gute Nacht. Mit so einer Frau würde ich niemals zusammenarbeiten, niemals!

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