Fall Leo Kirch
Deutsche-Bank-Chef Fitschen droht Anklage

Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen droht eine Anklage im Zusammenhang mit dem Fall Leo Kirch: Die Staatsanwaltschaft will einem Bericht zufolge Fitschen wegen versuchten Prozessbetrugs vor Gericht bringen.
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MünchenEinem der beiden Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, droht einem Zeitungsbericht zufolge eine Anklage im Zusammenhang mit dem Fall Leo Kirch. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, bereitet die Staatsanwaltschaft eine Anklage gegen Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie gegen zwei weitere frühere Vorstände vor, die noch im Frühjahr vorliegen soll.

Die Staatsanwaltschaft ermittle inzwischen gegen 14 Beschuldigte, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ weiter. Demnach wird neun aktiven oder ehemaligen Bankern sowie drei Anwälten des Instituts versuchter Prozessbetrug beim Oberlandesgericht München vorgeworfen. Dort hatte der inzwischen verstorbene Medienunternehmer Kirch auf Schadenersatz geklagt.

Am Dienstagnachmittag wurde bekannt, dass auch gegen Deutsche-Bank-Vorstand Stephan Leithner ermittelt. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde auf Nachfrage. Leithner selbst hat in dem Verfahren nicht als Zeuge ausgesagt. Die Ermittler prüfen aber, inwieweit Leithner und andere Mitarbeiter sowie Anwälte der Bank die Aussagen der anderen Vorstände mit vorbereitet haben. Der Vorwurf lautet wie bei den übrigen Beschuldigten auf versuchten Prozessbetrug.

Am Dienstag hatten Ermittler nicht nur die Zwillingstürme der Bank im Frankfurter Westend, sondern nach Behördenangaben auch die Wohnung eines Beschuldigten in Hessen durchsucht. Die Strafverfolger hatten wegen des Betrugsverdachts bereits im Dezember 2012 bei der Deutschen Bank in Frankfurt umfangreiche Akten sichergestellt. In der vergangenen Woche wurden nun auch zwei Anwaltskanzleien unter die Lupe genommen, die die Bank im Kirch-Prozess vertreten hatten. Die Kanzleien Hengeler Mueller in Frankfurt und Gleiss Lutz in München bestätigten die Durchsuchungen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft bei früheren Durchsuchungen auf zahlreiche Dokumente gestoßen war, die das Institut teilweise schwer belasteten, zahlte die Deutsche Bank vor wenigen Wochen im Wege eines Vergleichs 925 Millionen Euro Schadensersatz an Kirchs Familie und an seine Gläubiger.

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Fitschen und Leithner lehnten „Kuhhandel“ ab

Kommentare zu " Fall Leo Kirch: Deutsche-Bank-Chef Fitschen droht Anklage"

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  • "Fitschen und Leithner lehnten „Kuhhandel“ ab"

    Darum geht's also. Nach dem Verfahren gegen Hoeneß und die Sache mit den Steuer-CDs scheint der Staat auf den Geschmack gekommen zu sein.

    Leben wir wirklich noch in einem Rechtsstaat?

  • Treten Sie sofort zurück, solange sie noch halbwegs der Herr des Geschehens sind !! Wulf dachte anfangs auch, die Sache aussitzen zu können und da ging es wirklich nur um peanuts.

    Wer sich mit Breuer, der vorausahnend sein Vermögen noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, abgibt, der muß verlieren; die Fakten sind ja jetzt schon erdrückend.

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