Familie am Arbeitsplatz: Gerry Weber: Mit Bobby-Car-Rennbahn und Streichelzoo

Familie am Arbeitsplatz
Warum Unternehmen in Kinder investieren

Gerry Weber: Mit Bobby-Car-Rennbahn und Streichelzoo

Bevor die Kinder aufgenommen wurden, hetzten die Eltern nach der Arbeit oft durch die Stadt, um Paula von ihrer Kinderbetreuung abzuholen. Manchmal wartete sie dort allein auf einer Bank, fertig angezogen, die anderen Kinder waren schon weg.

Im Lumiland werde bis zur letzten Minute gespielt, die Kinder hätten nie das Gefühl, unerwünscht zu sein, erzählt Joswig. Das liegt auch an der hohen Zahl der Erzieher, um zehn Kinder unter drei Jahren kümmern sich drei bis vier Pädagogen. „Natürlich erhöht das die Bindung an einen Arbeitgeber“, sagt Joswig.

Wie bei vielen Kitas großer Konzerne, die mit intensiver Betreuung, kurzen Schließzeiten und meist auch schönen Gebäuden locken, ist die Warteliste für das Lumiland lang. Im Sommer werden sieben der 105 Plätze frei, schon jetzt gibt es 150 Bewerber. Die Unternehmen leisten viel - aber, gemessen am Bedarf der Eltern, bei Weitem nicht genug.

Wer einen Platz in einer Konzernkita ergattert, dessen Kind spielt dann meist unter Bedingungen, von denen andere Eltern nur träumen können. Beim Textilkonzern Gerry Weber in Gütersloh sind die Kinder in einem stilvoll renovierten Bauernhaus und einer eigens umgebauten Abenteuer- und Kunstscheune untergebracht, es gibt eine Bobby-Car-Rennbahn und einen Streichelzoo mit Ponys, Kaninchen und Meerschweinchen.

In den Siemens-Kitas machen Kinder naturwissenschaftliche Experimente, adidas bietet ein Sportprogramm, beim Helios-Klinikum in Schwerin werden die Kleinen rund um die Uhr betreut. Der Springer-Konzern ließ eigens ein Penthouse auf dem Dach der Berliner Zentrale bauen. Die „Wolkenkinder“ krabbeln in der Chefetage.

Vorreiter sind aber keineswegs immer Großunternehmen. Für Mittelständler wie den fränkischen Zulieferer Mekra Lang gehören Beruf und Familie schon lange zusammen.

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