Fashion For Home
Möbelkauf 2.0

Das Online-Möbelkaufhaus Fashion For Home verzeichnet nach 18 Monaten bereits einen zweistelligen Millionenumsatz. Wie Managersöhne ein Online-Möbelkaufhaus zum Erfolg führen.
  • 0

DüsseldorfDer Online-Möbelversender Fashion For Home, eines der am schnellsten wachsenden Internetkaufhäuser Deutschlands, greift die traditionellen Möbelgeschäfte jetzt auch mit eigenen Läden an. „Wir könnten schon heute schwarze Zahlen schreiben“, sagte Geschäftsführer Marc Appelhoff dem Handelsblatt. „Das Geld stecken wir aber lieber in weitere Investitionen.“

Hinter dem Berliner Möbelversand stecken als Hauptgesellschafter die Jamba-Gründer Samwers, der Internetinvestor Holtzbrinck Ventures und die Schweizer Treuhandgesellschaft Haligk. Gestartet haben das Unternehmen im November 2009 die Söhne zweier prominenter Handelsmanager: Christoph Cordes, der 14 Prozent der Anteile hält, ist der Sohn des Metro-Vorstandschefs Eckhard Cordes. Vater des ebenfalls mit 14 Prozent beteiligten Marc Appelhoff ist der ehemalige Karstadt-Vorstand Klaus Appelhoff.

Seither halten die beiden Studienfreunde den Internetversender auf strammem Expansionskurs. „Der Jahresumsatz liegt im zweistelligen Millionenbereich“, berichtet der 32-jährige Marc Appelhoff. „Monat für Monat wachsen wir zudem im zweistelligen Prozentbereich.“

Ähnlich wie Ikea lässt Fashion For Home nach eigenen Entwürfen günstig in Lohnarbeit fertigen. Geordert wird in den Fabriken immer nur dann, wenn genügend Käufer beisammen sind. Auf ein Warenlager, das unnötig Kapital bindet, können die beiden Jungunternehmer deshalb verzichten.

Nun aber wollen sie auch Kunden finden, denen ein Foto auf der Internetseite zur Kaufentscheidung nicht genügt. In ganz Deutschland eröffnet Fashion For Home seit kurzem sogenannte „Pop-up-Stores“ – Ladenlokale in der Innenstadt, die oft nur für eine Woche ihre Türen öffnen. In Hamburg, Köln, München oder Frankfurt, wo Rundfunksender auf die kurzzeitigen Ladenaktionen hinweisen, präsentiert der Versender Sofas, Tische und Stühle auch zum Anfassen. Gleichzeitig spannen Appelhoff und Cordes große Hotelketten und prominente Händler für ihre Zwecke ein. Die israelische Hotelgruppe Mark Apart, in Deutschland mit rund 100 Häusern vertreten, orderte bei Fashion For Home ihr Mobiliar und dient seither als Referenzobjekt. Auch das Londoner Days Inn statteten die Berliner aus, ebenso das Puzzle-Hotel in Berlin. Den 1500 Euro teuren Acryl-Sessel „Spider“ gibt es in den Filialen von Armani zu besichtigen. Die Kosten für Verkaufsräume hält der Onlinevermarkter damit gering.

Seite 1:

Möbelkauf 2.0

Seite 2:

Kommentare zu " Fashion For Home: Möbelkauf 2.0"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%