Fast Moving Consumer Goods
70 Prozent der neu eingeführten Produkte scheitern

Die Floprate bei Fast Moving Consumer Goods (FMCG) steigt in der aktuellen Wachstumsflaute um weitere 20 Prozent: Bereits 70 Prozent aller neu eingeführten Artikel sind nach 12 Monaten nicht mehr in den Ordersätzen des Handels - ein jährliches Fehlinvestment von 10 Milliarden Euro. Serviceplan und GfK untersuchen die Flops bei schnelldrehenden Produkten.

Dass "Innovationen" "unverzichtbar" und "wichtig" sind, erklären knapp 90 Prozent der Unternehmer - immerhin seien sie die wichtigsten Treiber für nachhaltig wertschöpfungsorientiertes Wachstum. 42 Prozent der Unternehmen wollen in Zukunft ihre Investitionen für Innovationen sogar noch erhöhen. Gute Voraussetzungen für Innovationen? Die Studie "Fast Moving Consumer Goods" von Serviceplan und GfK zeigt eine andere Realität: 70 Prozent aller neuen Entwicklungen in diesem Marktsegment floppen. Zwei Drittel scheitern bereits im ersten Jahr. Nur 17 Prozent sind vom Start weg erfolgreich.

Die Forscher prüften für die Studie ganzheitlich alle Faktoren, die den Erfolg und Misserfolg bei Produktinnovationen ausmachen. Das Ergebnis: Fehler in Marketing und Vertrieb sind zu einem viel geringeren Teil verantwortlich als allgemein vermutet - allein 60 Prozent der Flops scheitern aufgrund des Innovationsgrads, des Preis-Leistungs-Verhältnisses, der Zielgruppenstruktur und der Markenpolitik. Für die Studie analysierten die Experten 265 neu eingeführte Produkten und Launchkampagnen der letzten zwei Jahre.

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