Filmfonds
Anleger erstreiten Erfolge

Das Oberlandesgericht München hat Anlegern der Fonds Cinerenta II und III in drei Urteilen Schadensersatz zugesprochen (19 U 3041/07, 3592/07 und 5453/06). Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Contor müsse für erhebliche Fehler im Fondsprospekt geradestehen, entschieden die Richter.

So habe der Prospekt die Höhe der Vertriebsprovisionen und das Verlustrisiko verschleiert. Die beiden Fonds hatten Filme wie "Forever Lulu" oder den Horrorstreifen "Jeepers Creepers" finanziert. Da die meisten Projekte floppten, fuhren Anleger hohe Verluste ein. Und ihnen droht weiteres Ungemach: Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug und Steuerhinterziehung gegen Cinerenta-Verantwortliche, das Ermittlungsverfahren soll kurz vor dem Abschluss stehen. Schlimmstenfalls könnten den Anlegern, ähnlich wie im vergangenen Jahr bei zwei Fonds des Anbieters VIP, nachträglich die Steuervorteile aberkannt werden.

Die Cinerenta sammelte zwischen 1997 und 2003 für fünf Fonds rund 450 Millionen Euro von Anlegern ein. Mehrheitsgesellschafter ist der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven. Dessen früherer Finanzvertrieb Investor Treuhand brachte zudem einen Großteil der Fondsanteile an den Anleger. Anwältin Katja Fohrer von der Münchner Kanzlei Mattil & Kollegen, die die aktuellen Urteile erstritten hat, hat auch zahlreiche Klagen gegen Ohoven selbst eingereicht.

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