Finanzdienstleistung
Landgericht stoppt Versicherungsverkauf

Ist bald Schluss mit Versicherungsbriefen aus dem Supermarkt? Ein Landgericht hat der Rewe-Kette und Arag den Verkauf jetzt untersagt. Ein Sieg für die Branche der Finanzdienstleister - doch bisher nur ein kleiner Teilsieg.

FRANKFURT. Die Gegner von Versicherungen im Supermarkt haben einen weiteren Teilsieg errungen. Das Landgericht Wiesbaden verurteilte die Handelskette Rewe in der vergangenen Woche dazu, es künftig zu unterlassen, in ihren Filialen Versicherungsverträge anzubieten. Dies teilte die Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte mit, die den Prozess für den Bundesverband Finanzdienstleistung geführt hatte. Diese Interessenvertretung von Finanzvermittlern ist gegen den Versicherungsverkauf in Supermärkten, weil sie darin eine unerlaubte Vermittlung von Versicherungen sieht. Im konkreten Fall ging es um ein Arag-Versicherungspaket, das im vergangenen September und Oktober in Penny-Märkten verkauft worden war.

Entschieden ist die Sache damit aber noch nicht. Erstens ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, zweitens prüft die Finanzaufsicht BaFin den Fall noch immer. Im Kern geht es um die knifflige Frage: Was ist eine folgenreiche Vermittlung und was ist ein harmloser Tipp?

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