Finanzminister-Tagung
Bundesbank-Vize Stark für EZB nominiert

Jürgen Stark hat auf seinem Weg ins Direktorium der Europäischen Zentralbank eine Hürde genommen: Die Finanzminister der Eurozone haben den Vizepräsidenten der Bundesbank einstimmig als Nachfolger von Ottmar Issing nominiert.

HB BRÜSSEL. Dies teilte der Präsident der Eurogruppe, der Luxemburger Ressortchef und Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, am Dienstag in Brüssel mit. Stark war der einzige Kandidat. „Er ist der richtige Mann an der richtigen Stelle“, sagte Juncker.

Der Rat der 25 EU-Finanzminister muss die Nominierung bestätigen, womit noch im Lauf des Tages gerechnet wurde. Die letzte Entscheidung liegt dann bei den Staats- und Regierungschefs. Issing scheidet Ende Mai aus dem EZB-Direktorium aus. Dem Gremium gehören neben EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und seinem Stellvertreter Lucas Papademos weitere vier Mitglieder an. Es führt die laufenden Geschäfte und bereitet die Ratssitzungen der Währungshüter vor.

Ob der 57-Jährige Stark wie Issing auch EZB-Chefvolkswirt werden soll, entscheidet die EZB eigenständig. Stark kam 1988 vom Bundeswirtschaftsministerium ins Kanzleramt. 1992 wechselte er ins Bundesfinanzministerium, stieg ein Jahr später zum Ministerialdirektor auf und leitete die Abteilung für Internationale Währungs- und Finanzbeziehungen. 1995 wurde er Staatssekretär unter dem damaligen Finanzminister Theo Waigel (CSU). 1998 wechselte Stark zur Bundesbank. Er gilt wie Issing als Verfechter einer strikten Anti-Inflationspolitik.

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