Finanzvorstand und Konzernchef: Portrait: James Bell soll nur Interims-Chef sein

Finanzvorstand und Konzernchef
Portrait: James Bell soll nur Interims-Chef sein

Nach dem Rücktritt Harry Stoneciphers ernannte der Verwaltungsrat von Boeing den Finanzvorstand James Bell zum Chef. "Eine Interimslösung", wie der Luftfahrtkonzern mitteilt. Ein langfristiger Nachfolger müsse noch gefunden werden.

HB DÜSSELDORF. Bell wird weiterhin auch seine Funktion als Finanzvorstand ausüben. Er arbeitet seit 32 Jahren für Boeing.

Bevor der 56-Jährige im Jahr 2003 zum Finanzvorstand aufstieg, war er stellvertretender Finanzvorstand. In der Zeit davor führte er die Abteilung "Verträge und Preisgestaltung" für die Boeing-Sparte Raumfahrt und Nachrichtentechnik.

Er arbeitete in dieser Position eng mit dem US-Verteidigungsministerium zusammen, um Boeing-Lieferungen für die militärische Raumfahrt koordinieren zu können. Als Mitglied des Gemeinsamen Führungsausschusses mit der Raumfahrtbehörde NASA pflegte er die Zusammenarbeit der Regierung mit Boeing.

Bis 1996 arbeitete Bell im Management bei der Raumfahrt-Tochter Boeing Rocketdyne, wo er für die Entwicklung und Lieferung der Stromversorgung für Weltraumeinrichtungen zuständig war.

Bell stammt aus Los Angeles und hat einen Bachelor im Fach Rechnungswesen an der California State University. Seine Karriere begann 1972 bei dem Anbieter von Automatisierungslösungen Rockwell.

Als Präsident und kommissarischer Konzernchef entscheidet Bell über die Firmenstrategie, legt Leistungsziele fest und ist für Ausgaben und Investitionen zuständig. Für alle wichtigen Personalentscheidungen ist seine Zustimmung erforderlich.

In seiner Funktion als Finanzvorstand verwaltet er die Geldangelenheiten des Unternehmens. Er organisiert das Berichtswesen und sorgt für Transparenz. Ihm unterstehen das Controlling, die Treasury, die Investor Relations, und Kundenverträge mit Finanzkomponente - wie zum Beispiel Leasekauf von Flugzeugen.

Bell soll nun einen neuen Mann für für die Boeing- Spitze finden. Er selbst komme als langfristiger Nachfolger nicht in Frage, teilte das Unternehmen mit.

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