Management
Finanzvorstand verlässt Constantin

Eine neue Schreckensnachricht zehrt an den Nerven der Constantin-Aktionäre: Finanzvorstand Daniel Wiest geht nach dem Einstieg des neuen Großaktionärs Highlight.

MÜNCHEN. Constantin Film – eine unendliche Erfolgsgeschichte“, rühmt sich die Münchener Filmfirma auf Ihrer Internetseite. Doch in Wirklichkeit glich das Geschäft zuletzt eher einer Tragödie: 2003 rutschte das Unternehmen, das einst Erfolgsproduzent Bernd Eichinger an die Börse gebracht hatte, erneut tief in die roten Zahlen. Und ein Übernahmekampf mit der Schweizer Medienfirma Highlight zerrte an den Nerven.

Am Freitag eine neue Schreckensnachricht: Finanzvorstand Daniel Wiest, 40, verlässt Constantin zum 31. Mai. Sein Vertrag, der noch bis Januar 2006 gelaufen wäre, wird aufgelöst – offenbar auf Betreiben von Highlight. Er galt bisher als Garant für die Seriosität der Constantin-Bilanzen. Kein Wunder, dass die Börse erschrocken reagierte: Die Constantin-Aktie verlor Freitag über drei Prozent. Der smarte Finanzmann hatte gegen den Einstieg von Highlight gekämpft. Vergebens: Heute halten die Schweizer rund 58 Prozent der Aktien.

Constantin-Chef Fred Kogel macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Daniel Wiest ist einer der besten und kompetentesten CFOs, mit denen ich jemals zusammengearbeitet habe. Deshalb bedauere ich es außerordentlich, dass er die Constantin Film verlässt.“ Der ehemalige Kirch-Mann und studierte Politologe muss nun erst mal selbst kommissarisch das Finanzressort übernehmen. Die Suche nach einem Nachfolger ist erst angelaufen.

Wiest sagt, er habe „wahnsinnig gerne“ bei Constantin gearbeitet. Bevor Kogel im vergangenen Frühjahr verpflichtet wurde, diente Wiest zeitweise gar als Vorstandssprecher. Der promovierte Diplom-Kaufmann mit dem etwas spröden Charme, seit fünf Jahren dabei, hatte zuvor bei der Metallbank und der Deutschen Beteiligungsgesellschaft gearbeitet. Nicht ausgeschlossen, dass er jetzt der Medienbranche den Rücken kehrt.

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