Finanzwirtschaft
Pioneer verliert deutsches Führungspersonal

Evi Vogl heißt die neue Leiterin des Deutschlandgeschäfts von Pioneer Investments, der Anlagetochter der italienischen Bank Unicredit. Sie kam im Januar vom Konkurrenten BNP Paribas. Vor ihr liegt eine Herkulesaufgabe, denn die Geschäftsführung ist entvölkert.

FrankfurtZwei Leiter von Pioneer wechselten zur Anlagesparte der Privatbank Hauck & Aufhäuser, ein dritter wird demnächst folgen. Die Abgänger sind Wolfgang Kirschner und Reiner Beutler, im Herbst folgt ihnen Hans-Joachim von Werthern. Alle drei sind Spezialisten für das Geschäft mit institutionellen Investoren wie Unternehmen und Pensionskassen.

"Ich habe selten einen solchen Aderlass in einer Führung gesehen", sagt ein Insider. Der damalige Unicredit-Chef Alessandro Profumo zweifelte vor einem Jahr öffentlich an der Leistung seiner Sparte und suchte deshalb einen Partner. Vor einer Woche blies er den Versuch ab. Es ist die jüngste Verunsicherung nach vielen Umbauten.

Allein von Ende 2007 bis heute schrumpfte das Vermögen der institutionellen Kunden von 11,9 auf 10,2 Milliarden Euro. "Es besteht die Gefahr, dass mindestens ein Drittel dieser Gelder abwandern, etwa zu Hauck & Aufhäuser", sagt ein Insider.

Evi Vogl muss nun dafür sorgen, dass die ehemaligen Pioneer-Mannen nicht zu viele Kunden zu Hauck & Aufhäuser mitnehmen. Die neue Pioneer-Chefin will Mitte Mai sagen, wie sie das schaffen will.

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