Firmen-Geschenke
Zum Fest einen Chip für Einkaufswagen

Aufblasbare Weihnachtsbäume, Model-Kalender und Likör – womit Firmen ihre Geschäftspartner dieses Jahr beglücken. Wenn sich die Beschenkten nach dem Lieferanten erkundigen, wissen die Unternehmen, dass sie alles richtig gemacht haben.

Privat wird gegeizt, was das Zeug hält: Jeder dritte Deutsche will weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben als im Vorjahr, dies ergab eine Handelsblatt-Umfrage mit Dialego. Das Beratungsunternehmen Deloitte hat ermittelt, dass die Deutschen im Schnitt neun Prozent weniger in Festpräsente investieren wollen als ein Jahr zuvor.

Das Handelsblatt wollte wissen, ob sich auch Firmen beim Beschenken von Kunden und Geschäftspartnern ähnlich zurückhaltend geben und befragte 30 große, namhafte Unternehmen. Bei vier der Firmen hieß es, dass nur Karten mit Festtagsgrüßen verschickt werden. Doch selbst dabei kommt es auf das Wie an. Zum Beispiel die Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle: „Wir beauftragen dafür seit fünf Jahren Künstler, von denen einige inzwischen sehr bekannt geworden sind. Deren eigens fürs uns gestaltete Karten haben mittlerweile schon richtiggehend Sammlerwert“, glaubt Cornelius Brandi, geschäftsführender Partner bei CMS.

Leer gehen die Geschäftspartner der Sportartikelhersteller Adidas und Puma oder der Messe Düsseldorf aus. Sie alle trösten ihre Kunden und Partner damit, dass sie Geld spenden.

Nützliches gibt es dagegen bei der Dresdner Bank: Chips für Einkaufswagen. Und auch von der Deutschen Post, die mit Geschenken wie Kaffeetassen oder Schreibsets die Freundschaft erhält. Der Personaldienstleister Randstad verschenkt wärmende Handschuhe, „um Herausforderungen gemeinsam anzupacken“. Angenehmer Nebeneffekt: Der Beschenkte wird beim Benutzen immer wieder an den Schenker erinnert. Nicht praktisch, aber witzig sind die Präsente, mit denen die Kölner PR-Agentur Rheinfaktor Geschäftspartner erfreut. Sie verschickt Schneemännchen als Antistress-Bälle oder aufblasbare Weihnachtsbäume.

Gern gegeben und genommen sind kalorienhaltige Geschenke, sprich Lebkuchen oder gleich Konfiserie-Pralinen. Die Sprachschule Inlingua verteilt kleine Lebkuchen-Hirsche, Südzucker Dosen mit Marzipan und der Keksgigant Bahlsen verschickt – wie sollte es anders sein? – Süßes zum Knabbern. Andreas Hoschke, Geschäftsführer der Hamburger Agentur Hoschke & Konsorten, fährt seit sieben Jahren in der Adventszeit selbst mit einem Kleintransporter bei einer der bekanntesten Stollenbäckereien seiner Heimatstadt Dresden vor, um den ganzen Wagen voll zu laden. „Die Idee kommt so gut an, dass die Kunden schon nachfragen“, freut er sich.

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